Bergen - Tor zu den Fjorden Norwegens

am Do 13 Apr 2017 von Kreuzfahrtexperte

In Bergen starten nicht nur die Hurtigruten-Schiffe sondern auch die Bergensbane. Die nahen Fjorde, viele Sehenswürdigkeiten, leicht zugängliche Berge und Strände, der Fischmarkt, aber auch die Studenten, kulturelle Events und vielseitige Lokale machen die Stadt zu einem gefragten Reiseziel.

Laut der Königssagas gründete König Olav Kyrre Bergen 1070 als Björgvin („Bergwiese“). Ab dem 12. Jahrhundert war es sogar norwegische Krönungsstadt, wurde jedoch von Trondheim abgelöst. 1360 eröffnete in Bergen ein Hansekontor (Tyske Bryggen). Das bedeutet, dass Bergen keine „Hansestadt“ war, denn Städten, in denen Hansekontore lagen, war dies nicht möglich. Bis 1880 war Bergen wichtigster Hafen und größte Stadt Norwegens. Mehrere verheerende, durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigte Stadtbrände (1702, 1855, 1916) zerstörten große Teile der Stadt, weswegen Verordnungen erlassen wurden, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet verboten. Das ebenfalls beschädigte Hafenviertel Bryggen wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut und deshalb als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen durch die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Auch die Marienkirche stammt aus dieser Zeit. Im 19. Jahrhundert war Lepra in Norwegen stark verbreitet und Bergen eines der Seuchenzentren, so dass ein norwegischer Arzt hier den Erreger entdeckte. Das älteste Lepra-Spital stammt aus dem 15. Jahrhundert, behandelte bis in die 1940er Jahre Kranke und beherbergt heute das Lepramuseum Bergen sowie das Lepra-Archiv. Im zweiten Weltkrieg wurde Bergen von deutschen Truppen besetzt und stark beschädigt.

Sehenswürdigkeiten in und um Bergen für Kreuzfahrt-Gäste

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist natürlich Bryggen, die alte Hafenfront, die man mit dem Besuch des Hanseatischen Museums und des Bryggen Museum verbinden sollte. Da Bergen nach der Stadtgründung zu einem wichtigen Umschlagplatz für getrockneten Fisch aus dem Norden und Getreide aus dem Ostseeraum wurde, errichtete die Hanse 1343 eine erste Handelsniederlassung. Das Deutsche Brücke genannte Hansekontor wurde 1365 dem Hansetag unterstellt und existierte bis 1754. Die Deutschen kauften alles umliegende Land auf, so dass sogar das alte Stadtzentrum samt Rathaus verlegt werden musste. Bryggen bestand aus über zwanzig nebeneinanderliegenden Höfen und wurde zum Wohn- und Handelsviertel, dessen Bewohner in der Blütezeit etwa ein Viertel der Bergener Bevölkerung ausmachten. Die ausschließlich männlichen Gehilfen arbeiteten entweder bis zur abgeschlossenen Ausbildung zum Kaufmann oder bis zu ihrer Heirat im Hansekontor. Da das Viertel eng und aus Holz bebaut war, wurden die Gebäude nur in einem hinten gelegenen Raum beheizt, der den Hansekaufleuten auch als Versammlungs- und Gerichtsraum diente. Nachdem 1702 fast alle Holzhäuser abgebrannt waren, wurden sie im alten Stil aufgebaut. 1901 jedoch riss man einen Teil der südlichen Häuserzeile ab und errichtete sie in Ziegelbauweise, aber mit den Giebeln im alten Stil neu. Seit der Besetzung Bergens im Zweiten Weltkrieg wird die Deutsche Brücke im Allgemeinen nur noch Bryggen genannt und wurde in der Folgezeit stak vernachlässigt. Nach einem Brand 1955, der ungefähr die Hälfte der aus 1712 stammenden Gebäude zerstörte, wurde zunächst sogar über einen Abriss der verblieben 62 Häuser nachgedacht, 1965 jedoch mit deren Wiederaufbau begonnen. Lohn war 1979 die Aufnahme Bryggens ins Weltkulturerbe der UNESCO; es gilt als bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens. Im Handelshof Finnegården von 1704 befindet sich das Hanseatische Museum, das einen Einblick in das Leben der Hansekaufleute gibt. Bryggen ist jedoch nicht nur wegen seiner Geschichte beliebtes Touristenziel, sondern auch wegen seiner Vielzahl von kleinen, interessanten Läden, die neben typischen auch ganz besondere Souvenirs verkaufen. Im nordöstlichen Teil Bryggens liegt die Marienkirche, die Hauptkirche des Kontors von 1408 bis 1766, die ausschließlich von den dort ansässigen Hansekaufleuten genutzt wurde. Noch im 20. Jahrhundert wurden in der Marienkirche Gottesdienste auf Deutsch abgehalten. Sehenswert in der zweitältesten Kirche Bergens ist das Triptychon, das wahrscheinlich eine spätmittelalterliche Lübecker Arbeit des späten 15. Jahrhunderts ist. Im Mittelpunkt der Altartafel sieht man ungewöhnlicher Weise die Jungfrau Maria, die trotz Reformation und der daraus folgenden Zerstörung katholischer Bilder und Ikonen erhalten geblieben ist.
Weitere sehenswerte Kirchen sind die Domkirche St. Olav und die Fantoft Stabkirche, die 1150 in Sogn erbaut und 1883 an ihren jetzigen Platz versetzt wurde. Nach einem Brand 1992 brannte die Kirche durch Brandstiftung vollständig nieder, wurde jedoch nach alten Plänen originalgetreu wieder aufgebaut. Lohnend ist auch die Festung Bergenhus, landschaftlich schön und strategisch günstig in der Einfahrt zur Bucht Bergens gelegen. Sie ist eine der ältesten und am besten erhaltenen Festungen Norwegens, deren ältesten Teile aus dem 12. Jahrhundert, die neuesten Teile aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Bekanntestes Gebäude der Festung Bergenhus ist die Håkonshalle aus dem 13. Jahrhundert, die hauptsächlich als königliche Residenz und Festhalle genutzt wurde. Schon im Mittelalter verfiel die Halle, wurde ab 1683 als Kornspeicher genutzt, aber im 19. Jahrhundert als Kulturgut entdeckt und restauriert. Während der Besuch des Troldhaugen, Wohnhaus und Edvard Grieg Museum, wohl hauptsächlich Fans anzieht, ist eine Fahrt auf den Fløien mit der Fløibahn, eine 850 Meter lange Standseilbahn, die zwei Wagen zwischen dem Fløyen und dem Stadtzentrum mit drei Zwischenstationen hin und her zieht, eigentlich ein Muss. Wenn das Wetter mitspielt, genießt man einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt – wenn… Ganz in der Nähe des Hafens können Sie dann noch den berühmten „fisketorget“, den Fischmarkt, besuchen, wo es nicht nur fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte, sondern auch Obst, Kunsthandwerk und Souvenirs gibt.
Die Fjorde Bergens sind ebenfalls UNESCO-Welterbe und werden von National Geographic als das beste unberührte Reiseziel der Welt bezeichnet. Als „Tor zu den Fjorden“ ist Bergen bester Ausgangspunkt für kurze oder längere unvergessliche Ausflüge z.B. zum Sogne-, Hardanger- oder Osterfjord. Sie können u.a. sanfte Hänge, Wasserfälle und traditionelle Fischerdörfer sehen, Seehunde, Ziegen und Adler beobachten oder bei Mostraumen über den immer schmaler und steiler werdenden Osterfjord staunen. Einige der Fjordausflüge sind kombinierte Schiff-, Zug- und Busfahrten, sie dauern einen halben bis ganzen Tag.

Bergen auf eigene Faust - Möglichkeiten für Kreuzfahrt-Gäste:

Da sich der Hafen für Kreuzfahrtschiffe an der Spitze der Hafenbucht Vågen befindet, kann man Bergen gut zu Fuß erkunden. So erreicht man nach ca. 10 Minuten das ehemalige Hansekontor Bryggen. Die Touristen Information in Bergen befindet sich in der Torghallen beim Fischmarkt und bietet viele Informations-Möglichkeiten. In den Sommermonaten gibt es zudem Sightseeing-Busse. Viele hilfreiche Tipps, auch für schlechtes Wetter, finden Sie sich außerdem bei Visit Norway

„Nicht-Verpassen“ und „Nützliches“ vom Rivers2Oceans-Team:

- Durch Bryggen schlendern und staunen.
- Auf dem berühmten Fischmarkt norwegische Fischspezialitäten probieren.
- Ein Fahrt mit der Fløibahn - und dabei auf gutes Wetter hoffen…

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