Ausflugstipps und Reiseführer für Ihren Kreuzfahrt-Stopp La Coruna

Zwischen dem einzigen noch betriebenen Leuchtturm aus der Römerzeit, dem Torre de Hercules, und der Ciudad de Cristal, der Stadt aus Glas, lässt sich in La Coruña viel entdecken und angenehm Zeit verbringen…
La Coruña liegt am atlantischen Ozean in der nordöstlichsten Ecke Spaniens, die Altstadt auf einer Halbinsel. Die Hauptstadt der zur Autonomen Gemeinschaft Galicien gehörenden Provinz A Coruña hieß früher offiziell und heute noch im spanischen La Coruña, der heutige offizielle und vor allem galizische Name ist aber A Coruña. Auf einer Fläche von fast 37 Quadratkilometern leben hier gut 244000 Einwohner (Stand 2017). Durch die Lage am Atlantik ist das Klima zwar mild, es wird selten unter 10 °C, aber reich an Niederschlägen. Aufgrund seines natürlich geschützten Hafens wurde La Coruña schon von den Phöniziern und Kelten genutzt. Auch die Römer siedelten hier, ihre Siedlung hieß Ardobicum Corunium, und errichteten um 110 nach Christus einen Leuchtturm, den berühmten Herkulesturm. Im 5. Jahrhundert machten die herrschenden Sueben Corunium dann zeitweise sogar zur Hauptstadt des Königreiches. Als La Coruña wurde die Stadt erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Steigende Bedeutung erlangte sie durch den Jakobsweg, da englische Jakobspilger per Schiff nach La Coruña fuhren und von dort aus nach Santiago de Compostela starteten; Höhepunkt waren das 14. und 15. Jahrhundert, aber auch heutzutage kennzeichnet eine Jakobsmuschel die Route des Camino Inglés. Zwischenzeitlich verlor La Coruña diese Bedeutung, unter anderem weil die Provinz A Coruña 1588 eine Station der spanischen Armada auf dem Weg nach England war und dann im folgenden Jahr von Sir Francis Drake mit einem englischen Flottenverband angegriffen wurde. Eingenommen wurde La Coruña aber nicht. Dies soll unter anderem der Metzgersfrau María Pita zu verdanken sein, die sich besonders hartnäckig den englischen Freibeutern unter Sir Francis Drake entgegen stellte. Nach der bis heute als Heldin und als Symbol für Freiheit angesehenen Bürgerin ist der Hauptplatz der Stadt benannt. Im Spanischen Unabhängigkeitskrieg Anfang des 19. Jahrhundert fand bei La Coruña eine Schlacht statt, die unentschieden endete. Zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges 1936 wurde es vom putschenden Militär nach einem blutigen Kampf, bei dem unzählige Republikaner ohne Waffen vergeblich versuchten, eine Kaserne zu erstürmen, eingenommen. Unter anderem da in der Folge viele getötet wurden, die sich dem Militärputsch widersetzt hatten, wurde A Coruña eine Bastion der Nationalisten in Galicien.
La Coruña als Ziel einer Westeuropa Kreuzfahrt
Die älteste und gleichzeitig berühmteste – seit 2009 ist sie UNESCO-Welterbe - Sehenswürdigkeit La Coruñas ist der Herkulesturm. Dieser wurde zur Zeit des römischen Kaisers Trajan, um 110, von dem Architekten Cayo Sevio Lupo aus Coimbra gebaut und erstmals Anfang des 5. Jahrhunderts von Paulus Orosius in den „Geschichten gegen die Heiden“ als eines der „wenigen erwähnenswerten Bauwerke“ der Gegend erwähnt. Der Herkulesturm ist der älteste noch funktionierende Leuchtturm der Welt. Er wurde häufig renoviert, zuletzt erhielt er 1791 unter König Karl IV. eine klassizistische Umhüllung. 242 Stufen führen auf den 55 Meter hohen Turm, der zudem auf einer 112 Meter hohen Anhöhe steht und schöne Ausblicke auf Stadt und Atlantik verspricht. Zeugnisse des La Coruñas des Mittelalters sind hauptsächlich romanische Sakralbauten, die sich auf der damals die Stadt begrenzenden Halbinsel befinden. Die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche von Santiago, die im 14. und 15. Jahrhundert erweitert und gotisch umgestaltet wurde, ist die älteste der Stadt. In ihr befindet sich eine Skulptur des Apostels Jakobus des Älteren aus dem dreizehnten Jahrhundert. Die Kirche von Santiago ist ebenso wie die von der Gilde der Händler erbaute Stiftskirche Santa María del Campo aus dem 12. und 13. Jahrhundert kunsthistorisches Denkmal. Sehenswert ist nicht nur das dortige Museum für sakrale Kunst mit Werken vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, sondern auch das aus dem 15. Jahrhundert stammende und im 17. und 18. Jahrhundert erweiterte Kloster Santa Barbara. Weitere schöne Kirchen, die Kirche der Kapuziner, San Nicolás, San Jorge und das Kloster von Santo Domingo wurden im 18. Jahrhundert im Barockstil erbaut. Ebenfalls einen Besuch lohnt das Anfang des 20. Jahrhundert errichtete Rathaus am Platz der María Pita. Das Aussehen des nicht nur monumentalen, sondern auch eleganten Gebäudes wird durch Arkaden, Galerien und drei Türme mit auffälligen Kuppeln bestimmt. Außerdem kann man sich in der Altstadt die Zeit durch Schlendern sowie im Garten von San Carlos, der hinter den vier Meter dicken Mauern der alten Festung San Carlos liegt, vertreiben. Neben einheimischen und exotischen Pflanzen befindet sich hier Gedenktafeln für Offiziere und Soldaten, die bei einem Schiffbruch 1890 ums Leben kamen, das Grab des 1809 bei der Verteidigung La Coruñas gegen die Franzosen gefallenen britischen Generals Sir John Moore und das Galicienarchiv. Des Weiteren gibt es in La Coruña viele Museen, zum Beispiel das Archäologische Museum der Provinz in der im späten 16. Jahrhundert erbauten Burg von San Antón, das futuristische Domus-Museum, in dem verschiedene interaktive Räume den Menschen aus interdisziplinären Perspektiven zeigen, ein Museum für Wissenschaften, ein Aquarium, das Haus der im 19. Jahrhundert lebenden galizischen Schriftstellerin Emilia Pardo Bazán und den Picassoweg, der zu diversen wichtigen Orten für den fast vier Jahre in A Coruña lebenden Picasso führt. An die Altstadt grenzen die Neustadt La Coruñas mit ihren typischen verglasten Fassaden, die zum Beinamen „Ciudad de Cristal“, das heißt Stadt aus Glas, geführt haben, die Strandpromenade und die Strände Riazor und Orzán.
Möglichkeiten für Kreuzfahrt-Gäste, La Coruña auf eigene Faust zu entdecken
Da sich der Hafen und hier auch das Kreuzfahrtterminal in fußläufiger Entfernung von der Altstadt befinden, lässt sich A Coruña gut auf eigene Faust erkunden. Unter anderem über die gut ausgebaute Standpromenade kommt man auch bequem bis zum Herkulesturm oder kann sich an den Stränden entspannen. Direkt im Hafenterminal befindet sich eine Touristeninformation, wo man kostenlose Stadtpläne und Wegbeschreibungen erhält und es normalerweise auch Taxis gibt. Vorab weiter informieren können Sie sich unter Spain.info oder unter Turismo.gal. Büros der Touristeninformation A Coruña sind unter anderem an der A Coruña-Plaza de María Pita, Plaza de María Pita, 6, 15001 A Coruña, Telefon + 34 981 923 093, E-Mail infompita@coruna.es oder während der Liegezeiten von Kreuzfahrtschiffen Transatlantic Dock. Lokale Busfahrpläne auf Englisch gibt es unter diesem Link.
Das Corunna Cruise Terminal ist unter Muelle de Trasatlánticos s/n A Coruña, A Coruña, Telefon +34 981 97 68 21, E-Mail corunna@corunnacruiseterminal.com zu finden. Auf der Seite findet man unter anderem eine Liste der Schiffsanläufe in La Coruna.
„Nicht-Verpassen“ und Tipps vom Rivers2Oceans-Team
Vom Herkulesturm Richtung Amerika blicken.
In der Nähe des Praza de María Pita Empanadas, Käse und Wein aus Galicien essen und trinken.

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