Kreuzfahrten und Privatinseln – wer, wo und vor allem warum…

Von Kreuzfahrtexperte, 12.12.2017

Wer eine Kreuzfahrt unternimmt, möchte ganz bequem in kurzer Zeit neue Länder kennen lernen, unterschiedlichste Dinge unternehmen, sich verwöhnen lassen, sich erholen und sich dabei um nichts kümmern müssen. Wenn man jetzt noch überlegt, dass bis auf das Kennenlernen neuer Länder alles auch auf Seetagen möglich ist und dass die meisten Urlauber, die eine Kreuzfahrt in warme Gebiete unternehmen, zudem Strandtage lieben, ist klar, warum die Idee einer Privatinsel entstand.

Als erste Reederei erwarb Ende der 70er Jahre die amerikanische Norwegian Cruise Line die zuvor als Militärbasis genutzte Bahamas-Insel Great Stirrup Cay und baute sie als Trauminsel für Kreuzfahrtpassagiere aus. Traumhafte Natur, ein Entertainment-Angebot mit Bars, Restaurants, Shops sowie natürlich Vergnügungsparks, viele Wassersportangebote und Wanderwege und dabei normalerweise „nur“ ein Kreuzfahrtschiff pro Tag – kein Wunder, dass die Privatinseln der Reedereien bei ihren Gästen so beliebt sind und es mittlerweile diverse Inseln diverser Reedereien in der Karibik sowie seit neuestem die von MSC, Costa und Seabourn genutzte Sir Bani Yas Island bei Abu Dhabi und die im Süden Myanmars liegende, von Star Cruises und Dream Cruises angelaufene McLeod Island gibt.

Allgemeines über die Privatinseln der Reedereien

Wer eine Kreuzfahrt in die Karibik bucht, träumt sicherlich unter anderem von Tagen an Traumstränden mit Faulenzen, Baden, Schnorcheln, also wahlweise zahlreichen Aktivitäten oder Seele baumeln lassen. Doch ist man da, stellt man fest, dass die traumhaften Karibik-Inseln noch viel mehr zu bieten haben und zwischen Maya-Ruinen, Dschungeltouren und Shopping kommt der Strandurlaub beinahe oder wirklich zu kurz. Auch trauen sich manche Reisende nicht auf eigene Faust unterwegs zu sein oder es gibt zu wenig Taxis zum nächsten Strand, wenn man den denn kennt… Da kommt ein Tag auf einer Privatinsel gerade recht. Ausspannen eben nicht an Bord, sondern an weißen Stränden und im warmen Wasser der Karibik mit Korallenriffen und bunten Fischen, zusätzlich leckeres Essen, Cocktails und vielseitige, von den Reedereien angebotenen Aktivitäten – perfekter Karibik-Urlaub…

Allen Privatinseln ist eigen, dass sie von den Reedereien angelegt wurden, also deren Profil und Charakter repräsentieren. Hat man eine Kreuzfahrt auf einem „Spaßschiff“ gebucht, wird auch auf der Privatinsel für aufregende Events gesorgt sein, eine Reederei, die für gutes Essen bekannt ist, wird an Land davon nicht abweichen. Angenehm ist zudem, dass die Privatinseln üblicherweise nur von einem Schiff zur Zeit angelaufen werden, so dass es – selbst bei mehreren 1000 Gästen eines Kreuzfahrtschiffes – weniger überfüllt sein kann als auf einer der kleineren Karibik-Inseln. In der Regel ist das Essen inkludiert, Getränkepakete gelten nicht immer. Aber auch für Extras oder Souvenirs wird kein Bargeld benötigt, sondern man kann mit seiner Bordkarte bezahlen, was zusätzlich zur Entspannung beiträgt. Ob man gegebenenfalls aber nur an Bord inkludiertes Essen und Getränke nutzen möchte, hängt sicherlich auch davon ab, ob getendert wird, denn dann muss dafür Einiges an Zeit eingerechnet werden, die vom wundervollen Strandtag abgeht.

Privatinseln der Kreuzfahrt-Reedereien im Einzelnen

Aufgrund der Zielsetzung der Privatinseln ist klar, dass sie sich ähneln und alle schöne Strände und Bademöglichkeiten, Bereiche für Spiel und Sport, Kinderbetreuung, Gastronomie und Shopping haben. Aber trotzdem haben die Inseln auch ihre eigene Note.

Da die Privatinseln teilweise von mehreren Reedereien genutzt werden, werden wir zunächst die Inseln in der Karibik alphabetisch beschreiben und dann mit der außerhalb gelegenen abschließen.

Castaway Cay

Die 1996 von Disney Cruise Line erworbene Bahamas Insel ist etwa 4 Quadratkilometer groß. Disney Cruise Line nutzt nur einen kleinen Teil von Castaway Cay und zwar exklusiv für seine Passagiere, der Rest ist weiter Wildnis. Nach Verlassen des Schiffes direkt an einem Pier kann man den Tag nicht nur am Strand verbringen, sondern schnorcheln, Parasailing wagen, Bootstouren unternehmen oder die Insel erkunden. Außerdem gibt es einem Wasserspielplatz, den exklusiv für Erwachsene reservierten „Serenity Beach“ und drei BBQ-Stationen, an denen die Verpflegung im Reisepreis inkludiert ist. Und selbstverständlich sind auf einer Privatinsel der Disney Cruise Line, deren Gebäude teilweise wie Schiffswracks aussehen, bekannte Disneyfiguren unterwegs.

Catalina Island

Catalina Island im Süden der Dominikanischen Republik wurde von Costa Kreuzfahrten gepachtet. Auf die weniger als 10 Quadratkilometer große Insel werden die Kreuzfahrtgäste mit Tenderbooten gebracht. Catalina Island hat feinsandige Strände, schöne Korallenriffe und viele Fische zu bieten. Außerdem werden Katamaran-Touren angeboten oder man kann per Jeep die Naturwunder der mit üppiger grüner Vegetation bedeckten Insel erkunden. Für das leibliche Wohl sorgen Burger, Hot Dogs, Salat und Früchte am Strand.

Coco Cay

Die etwa 55 Seemeilen vor Nassau liegende, zu den Berry-Inseln (Bahamas) gehörende Insel Perfect Day at Coco Cay - der Name kommt wenig überraschend von den Kokospalmen am Strand - wird exklusiv von Royal Carribean und ihren Tochtergesellschaften Azamara Club Cruises und Celebrity Cruises genutzt. Passagiere werden mit Tenderbooten vom Kreuzfahrtschiff auf die etwa einen Kilometer lange Insel gebracht. Während die Verpflegung auf diesem tropischen Paradies inkludiert ist, müssen die Getränke bezahlt werden. Coco Cay hat nicht nur malerische Strände zu bieten - je weiter weg vom Anleger, desto ungestörter wie z.B. Wanderers Beach -, sondern auch einen knapp fünf Kilometer langen Naturerlebnis-Wanderweg, eine fast 500 Meter lange Zip-Line sowie ein sehr schönes Korallenbecken. Neben Schnorcheln u.a. zu einem gesunkenen Flugzeug und einem Schiffswrack werden Touren mit Kajak und Glasboden-Boot angeboten, man kann Volleyball im Sand spielen, Jetski fahren, sich im Stand-Up-Paddling versuchen oder ganz einfach nur in einer Club- und Deck-Area mit Strand-Cabanas und Liegestühlen entspannen. Seit kurzem gibt es zudem nicht nur den Wasserpark Splahaway Bay für Kleinkinder, sondern auch den Thrill Waterpark unter anderem mit dem größten Wellenbad der Karibik, Adventure-Pool und der höchsten Wasserrutsche Nordamerikas, dem Daredevil’s Tower. Und der Perfect Day at Coco Cay soll weiter verbessert werden – geplant sind zum einen ein 800 Meter langer Infinity-Pool und die ersten Overwater-Cabanas der Bahamas, die jeweils eine eigene Rutsche ins Meer haben werden.

Great Stirrup Cay

Das schon 1977 von Norwegian Cruise Line gekaufte Great Stirrup Cay ist ebenfalls eine der Berry Islands, rund 80 Kilometer von Nassau entfernt. Ein Teil der 2011 und 2017 aufwändig restaurierten Insel gehört bis heute den Bahamas. Als Besonderheit verfügt Great Stirrup Cay über einen 1863 gebauten, weithin sichtbaren Leuchtturm. Die Insel wird neben NCL auch von MSC und Regent Seven Seas angelaufen, die Gäste werden stilecht mit Tenderbooten an Land gebracht. Strände an der Ost- und Westseite der Insel sind über Wanderwege zu erreichen und etwas einsamer; der Sandstrand am nördlichen Teil der Insel ist umgeben von Felsen und hat wundervolle Schnorchelgebiete. Hier gibt es Massagehütten, Cabanas, den Straw Market für Souvenir-Jäger, eine Showbühne und natürlich Bars, BBQ und weitere Dining-Optionen. Das Sport-Angebot reicht von Beach Volleyball, Parasailing und Ziplining von einem 30 Meter hohen Aussichtspunkt über Wassersport von Jet Ski, Kajak-Trips auf einem künstlichen Fluss und natürlich Schnorchel-Touren bis zum Wasserpark unter anderem mit einer 12 Meter hohen und über 50 Meter langen Wasserrutsche. Neu seit 2017 sind ein exklusives Restaurant für Suiten-Gäste, ein Partyraum, 22 Villen und der Mandara Spa Bereich.

Half Moon Cay

Auch die Lagune Half Moon Cay, die auf der Insel San Savador liegt, gehört zu den Bahamas, ungefähr 160 Kilometer von Nassau entfernt. Den Privatstrand der Holland America Line, der mit Tenderbooten erreicht wird, laufen auch Kreuzfahrtschiffen der Reedereien Cunard Line, Carnvial Cruise Line und Seabourn an. Half Moon Cay, das bekannt für seine vielen Vogelarten und zum Teil Vogelreservat ist, hat einen Historic Nature Walk, auf dem man die tropische Landschaft der Insel erkunden kann. Aber selbstverständlich hat Half Moon Cay einen weißer Sandstrand zum Entspannen und viele Wassersportmöglichkeiten für die man in drei Wassersport-Zentren Sportzubehör leihen kann. Hinzu kommen als Besonderheiten das Füttern der Rochen im Stingray Cove und Ausritte mit Pferden am Strand, außerdem Fahrradtouren, für Kinder ein Spielplatz mit Piratenschiffen zum Klettern und einem Wasserpark, ein Markt mit regionaler Handwerkskunst und natürlich Bars und ein Restaurant für Lunch im Barbecue-Stil.

Harvest Caye

Harvest Caye, eine kleine Insel im südlichen Belize, gehört Norwegian Cruise Line, wird aber auch von Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises genutzt. Getendert wird hier übrigens nicht. Als Extra bietet Harvest Caye verschiedene Naturschutzprojekte und ein Wildtierprogramm für heimische Tierarten. Restaurants und Bars, ein Kunsthandwerkermarkt, sportliche Aktivitäten wie Schnorcheln, Kajak fahren, Paddleboarding, Jetski sowie ein Hochseilgarten oder Ziplining und natürlich ein wunderschöner, fast drei Hektar großer Strand, an dem man sogar luxuriöse Strandvillen mit Außendusche, Hängematten und Concierge Service mieten kann, versprechen Abwechslung und Karibik-Gefühl. Des Weiteren gibt es einen 1400 Quadratmeter großen Pool direkt am Strand, unter anderem mit Wasserfall, Poolbar und komfortablen Pool-Cabanas.

Labadee

Labadee ist eine dicht bewaldete Halbinsel im Norden Haitis rund 200 Kilometer entfernt von der Hautstadt Port-au-Prince. Das von Royal Caribbean International gepachtete Gelände wird von Kreuzfahrtschiffen dieser Reederei sowie den Schwesterreedereien Azamara Club Cruises und Celebrity Cruises angelaufen. Das nach außen abgesicherte Gelände kann nicht verlassen werden und wird über einen Anleger erreicht. Labadee bietet unberührte Strände und atemberaubende Landschaften, durch deren Regenwälder und Steinformationen extra angelegte Wanderpfade führen. Außerdem ist der Strand in sieben unterschiedliche Erlebniswelten - Adrenaline Beach, Barefoot Beach Club, Buccaneer’s Bay, Columbus Cove, Dragon’s Plaza, Labadee Town Square und Nellie’s Beach - aufgeteilt, wo jeder einen Strandtag nach seinen eigenen Vorlieben verbringen kann. Während man am Adrenaline Beach in der Achterbahn „Dragon’s Tail Coaster“ oder einer 800 Meter lange Zipline Spaß haben kann und Buccaneer’s Bay der Standabschnitt für Sport-Exkursionen ist, ist Columbus Cove der perfekte Badestrand für die ganze Familie mit Badematten, Trampolin oder aufblasbaren Baumstämmen und Eisbergen. Der Traumstrand Nellie’s Beach wiederum ist ruhiger mit komfortablen Sonnenliegen, aber auch Möglichkeiten für Kajaktouren und der Barefoot Beach Club ist den Gästen der Grand Suiten oder höherer Kategorien vorbehalten und bietet entsprechenden Luxus wie z.B. 20 private Cabanas und hochwertige Verpflegung. Und neben all diesen Vergnügungen kann man am Labadee Town Square Handwerkskunst erwerben und sich Shows von Einheimischen ansehen sowie sich am Dragon’s Plaza, wo der längste Strand von Labadee beginnt und sich die eindrucksvolle Steinformation Dragon’s Head befindet, u.a. im Dragon’s Café mit Lunch Buffet im Barbecue Stil stärken. Verpflegung und Trinkwasser sind übrigens im Reisepreis inbegriffen.

Princess Cays

Ungefähr 80 Kilometer von Nassau entfernt, liegt die Bahamas-Insel Eleuthera, auf der die Reederei Princess Cruises einen Teil, Princess Cay, gemietet hat. Der Rest Eleutheras ist von Einheimischen bewohnt. Der Name leitet sich vom griechischen Wort für "Freiheit" ab, da die ersten Siedler 1648 den religiösen Zwängen der britischen Bermudas entkommen wollten. Neben Schiffen der Princess Cruises laufen auch P&O Cruise und Carnival Cruise Line Princess Cay, das mit Tenderbooten erreicht wird, an. Einen schönen Überblick nicht nur über Princess Cays mit weißem Strandsand, Lagunen, Palmen und Strohdach-Hütten hat man von einem Aussichtsturm. Etwas mehr Ruhe findet man am nördlichen oder südlichen Ende des Resorts, wo schöne Spaziergänge hin führen – wegen Korallen und Steinen sollte man Schuhe mitnehmen. Ansonsten werden Aktivitäten wie Jetski, Kajak, Bananen- oder Glasbodenboot fahren und Schnorcheltouren angeboten und natürlich gibt es Sonnenliegen, Massagen und private Bungalows. Für Kinder gibt es Spielplätze und den Pelican Perch mit buntem Kinderprogramm. Shops mit Handwerkskunst und Souvenirs sowie Barbecue Restaurants vervollständigen das Angebot.

Ocean Cay Marine Reserve

2018 will MSC Kreuzfahrten das 105 Kilometer östlich von Miami gelegene, zu den Bahamas gehörende Ocean Cay MSC Marine Reserve eröffnen. Neben weißen Sandstränden, türkisblauem Wasser, Palmen und Korallenriffen soll die Privatinsel von einheimischen Bäumen, Gräsern und Blumen geprägt sein und auf Einklang mit Kultur und Tradition der Bahamas geachtet werden. Es soll einen 3,5 Kilomater langen Strand, eine Zipline, ein Amphitheater für bis zu 2000 Personen, Restaurants, Bars und Geschäfte sowie einen eigenen Spa- und Wellness für Gäste des MSC Yacht Clubs geben. Auch eine Pier wird es geben, so dass nicht getendert werden muss.

Sir Bani Yas Island

Das etwa 250 Kilometer südwestlich von Abu Dhabi gelegene Sir Bani Yas Island wird von Costa, MSC, Royal Caribbean und Seabourn genutzt. Die größte naturbelassene Insel der Vereinigten Arabischen Emirate ist über 17 Kilometer lang und 9 Kilometer breit und hat eine über einen Holzsteg mit der Hauptinsel verbundene, vorgelagerten Insel, deren 2,4 Kilometer langer Strand am Anlegetag exklusiv Gästen der Kreuzfahrtschiffe zur Verfügung steht. Nach dem Tendern kann man nicht nur auf über 2000 Strandliegen oder im Spa-Bereich relaxen, sondern diverse Sportmöglichkeiten wie Beach-Volleyball, Beach-Tennis, Boules, Beach-Yoga und Beach-Fußball nutzen, im Beduinenzelt Kunsthandwerk kaufen oder Livemusik genießen. Selbstverständlich gibt es auch Bars und Restaurants sowie einen extra Familien- und Kinderbereich. Außerdem bietet ein lokaler Veranstalter Abu Dhabis exklusiv Landausflüge und Aktivitäten auf Sir Bani Island wie z.B. Wildbeobachtungen im größten Wildreservat der Region, Mountainbike fahren, Schnorcheln und Kajaktouren an.

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