MSC Cruises unterzeichnet "Getting to Zero"-Initiative

am Fr 19 Nov 2021 von Kreuzfahrtexperte

Mehrere Forschungsprojekte und jetzt die Unterzeichnung eines Aufrufs zur Beschleunigung der Dekarbonisierung in der Schifffahrt – MSC Cruises will bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb.

Bei MSC Cruises, einem Teil des seit 300 Jahren bestehenden Familienunternehmens MSC Group, fühlt man sich laut Executive Chairman Pierfrancesco Vago „seit jeher für den Schutz der Meere und unseres Planeten verantwortlich.“ Bei der Flotte von aktuell 18 Kreuzfahrtschiffen, die bis 2025 auf 23 anwachsen soll, wobei es weitere sechs Optionen für Neubauten bis 2030 gibt, wird seit einigen Jahren durch diverse Maßnahmen vermehrt auf Umweltschutz Wert gelegt. Und erst Ende Juli wurde in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass man mit Fincantieri und Snam eine Absichtserklärung, die Bedingungen für Design und Bau des weltweit ersten wasserstoffbetriebenen Kreuzfahrtschiffes festlegt, unterzeichnet hat (Unser Blogbeitrag hierzu finden Sie: hier).

Nun gab es am 22. September 2021 eine weitere Pressemitteilung, in der sich MSC Cruises und die Luxusmarke Explora Journeys verpflichten „die Treibhausgasemissionen im Kreuzfahrtbetrieb bis 2050 zu eliminieren.“ Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) gibt bis 2050 lediglich das Ziel aus, die Emissionen der Schifffahrt gegenüber 2008 um 50% zu verringern und die dafür nötigen Entwicklungen in neuen Technologien und Kraftstoffeffizienz zu beschleunigen. Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group hingegen geht weiter und unterzeichnete die "Getting to Zero"-Initiative – ein Zusammenschluss von mehr als 150 Unternehmen aus Schifffahrt, Energie, Infrastruktur und Finanzen, von unterstützt Regierungen und IGOs mit dem Ziel bis 2030 wirtschaftlich rentable, emissionsfreie Tiefseeschiffe mit emissionsfreien Treibstoffen in Betrieb nehmen zu können und bis 2050 einen emissionsfreien Schiffsbetrieb zu erreichen. Dieser Handlungsaufruf wird im November 2021 noch vor der UN-Klimakonferenz 2021 den Regierungen vorgelegt.

Um dieses Ziel zu erreichen will MSC Cruises laut Pierfrancesco Vago „in die beschleunigte Entwicklung und Umsetzung innovativer Spitzentechnologien investieren und diese auch anderweitig unterstützen, um sie in unserer gesamten Flotte einsetzen zu können. Wir werden die Messlatte für die Umweltverträglichkeit kontinuierlich anheben und unsere Branche vorantreiben.“ Außerdem ruft er „alle Beteiligten auf, unermüdlich auf dieses Ziel hinzuarbeiten und die nächste große Energiewende in unserer Branche herbeizuführen.“ MSC Cruises selbst hatte bis 2019 durch diverse Maßnahmen die Effizienz um 28% im Vergleich zu 2008 gesteigert und glaubt sich für die von der IMO als Ziel gesetzte Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40% bis 2030 gut gerüstet. Für die Zukunft setzt man zudem auf Beschleunigung der technologischen Entwicklung, weswegen man sich an Forschungsprojekten in den Bereichen Technologie und Kraftstoffe beteiligt. So arbeitet man mit der Universität Vaasa an fortschrittlichen Energietechnologien und innovativem Schiffsdesign, um Treibstoff zu sparen, untersucht mit der Werft Chantiers de l'Atlantique die Möglichkeiten zur Verwendung von Brennstoffzellen auf LNG-betriebenen Schiffen und mit einem Konsortium mit GE Power Conversion, Lloyd's Register und Ceres Power Holdings die der Nachrüstung der Brennstoffzellentechnologie und will wie im obigen Blogbeitrag beschrieben, die Rahmenbedingungen für die Entwicklung wasserstoffbetriebener Schiffe festlegen.

Durch die Maßnahmen sowie die Unterzeichnung der "Getting to Zero"-Initiative hofft man bei MSC Cruises ein Zeichen zu setzen und mehrere Schritte in die richtige Richtung zu gehen.

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