Ein Stück stilechte Schiffsreise: Afternoon Tea auf der Queen Mary 2

Von Kreuzfahrtexperte, 26.10.2018

In Zeiten von Eislaufbahnen und Klettergärten auf hoher See ist schon eine Schiffsreise mit Cunard eine ganz andere Art von Kreuzfahrt. Möchte man dieses Erlebnis noch steigern, gibt es den Afternoon Tea, der viel mehr ist als nur eine Tasse Tee!

Auch wenn der Afternoon Tea auf der Queen Mary 2 ein besonderes und stilvolles Erlebnis ist, ein High Tea ist es nicht. Das liegt aber nicht daran, dass dieser für die High Society reserviert wäre, sondern an der Uhrzeit und den Tischen. Ein High Tea ist eine sehr umfangreiche Mahlzeit von Bauern und Arbeiterfamilien gegen sechs Uhr abends an einem hohen Tisch unter anderem mit Eiern, Schinken und Shepard's Pie. Am Nachmittag hingegen wird Tee auf einem niedrigem Tisch, einem Wohnzimmertisch, als Low Tea mit Kuchen und Sandwiches serviert; es ist dabei mehr als eine zusätzliche, stilvolle Zwischenmahlzeit und hat eine eigene Etikette und Tradition.

Natürlich gab es schon Teezeremonien in Asien als in Großbritannien niemand auch nur Tee kannte, der Nachmittagstee auf der Queen Mary 2 ist aber britischer Herkunft. Tee wurde in England zunächst als Medizin eingeführt; unter König Charles II., dessen portugiesische Frau als Mitgift eine Kiste Tee mitbrachte, die zum Vergnügen getrunken werden sollte, wurde das Getränk bekannt und in viktorianischen Zeiten kam dann der Nachmittagstee in Mode. Angeblich soll die Herzogin von Bedford, eine Hofdame Queen Victorias, mit den damals üblichen zwei Mahlzeiten am Tag nicht zufrieden, sondern nachmittags so erschöpft gewesen sein, dass sie sich entschied, zu dieser Tageszeit eine Auswahl an Sandwiches, Muffins und Kuchen zusammen mit einer Kanne Tee einzunehmen. Bald darauf kam sie auf die Idee, Freunde sowie Berühmtheiten der Stunde einzuladen – und der Afternoon Tea begann seinen Siegeszug… Bis ins 20. Jahrhundert war der Nachmittagstee ein wichtiger Bestandteil britischen Lebens, berühmt war zum Beispiel der Afternoon Tea im London Ritz. Heute wird er hauptsächlich zu besonderen Anlässen oder an besonderen Orten zelebriert. Einer dieser Orte ist an Bord der Queen Mary 2, die damals britische Reederei Cunard pflegt diese Tradition schon seit ihrer Gründung 1840.

Natürlich kann man auf der Queen Mary 2 Tee auf den offenen Decks und sogar am King's Court Buffet trinken, dort trinkt man aber einfach nur etwas… Den echten Afternoon Tea gibt es nur im Queens Room. Erlebt man zum ersten Mal, dass sich um 15:30 Uhr die Türen öffnen, kann es schon ein wenig überwältigend sein. Der Queens Room ist der größte Ballsaal auf dem Meer, er ist zwei Decks hoch, erstreckt sich über die ganze Breite des Schiffes und ist durch die Fenster schön hell. Statuen und Porträts britischer Monarchen oder ihrer Gemahlinnen, eine Tanzfläche, um die sich die eleganten Tische gruppieren und auf der ein Streichquartett oder ein Pianist musikalisch unterhalten, sorgen für ein wundervolles Ambiente und dafür, dass speziell an Seetagen der Andrang groß ist.

Hat man sich für einen Afternoon Tea entschieden, kann es ratsam sein, das Mittagessen leicht zu halten oder eventuell sogar weg zu lassen… Die kleinen Cocktailtische sind mit weißen Tischdecken und Wedgewood Porzellan festlich gedeckt, die Kellner sind tadellos gekleidet und tragen sogar weiße Handschuhe. Für die Gäste geht es legerer zu, es gibt keinen strengen Dresscode und da der Afternoon Tea sehr beliebt ist, setzten sich auch fremde Passagiere zusammen an einen Tisch.

Während des Afternoon Teas sind den Kellnern nicht bestimmte Tische zugewiesen, sondern sie haben bestimmte Aufgaben. Der erste Kellner kommt mit einer großen Kanne Tee. Antwortet man auf die Frage, ob man Tee und etwas zu essen möchte, schlicht mit „Ja“, wird die Tasse mit dem "Traditioneller Nachmittag", einer Mischung aus Assam, Ceylon und Kenia Tee, gefüllt, aber natürlich kann man auch andere Teesorten bestellen. Der nächste Kellner kommt mit einer Platte traditioneller Teesandwiches, das sind schmale Streifen randlosen Weiß- oder Schwarzbrotes belegt mit Gurke, Ei, Tomate, Schinken oder Räucherlachs. Nachdem der Etikette Genüge getan wurde, kann nun Süßes, zunächst die Scones, selbstverständlich traditionell mit einem Klecks Sahne und Erdbeerkonfitüre auf einer separaten Platte, serviert werden. Als letzter Gang folgen Kuchen und Gebäck, das von Tag zu Tag etwas variiert, sich aber aus Obstkuchen, Schokoladenkuchen, Profiteroles und Eclairs zusammensetzt. Selbstverständlich ist der Afternoon Tea nicht nach der Auswahl von Kuchen und Gebäck zu Ende, die Kellner servieren weiterhin Tee und Köstlichkeiten, so dass man diese, die Musik, den Raum und die Zeremonie des Afternoon Teas noch weiter genießen kann.

Wenn Sie nun gerne einmal am Afternoon Tea an Bord der Queen Mary 2 teilnehmen möchten, können Sie hier schnuppern…

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