Die RMS Adriatic (II) – ein besonderes Kreuzfahrtschiff, weil…

Von Kreuzfahrtexperte, 02.08.2022

Als Ende 1899 Bruce Ismay die White Star übernahm, bestellte diese  bei Harland & Wolff vier neue Schiffe. Im Gegensatz zu den meisten Schiffen stand bei diesen nicht die Geschwindigkeit, sondern Luxus und Komfort im Fokus. Die Schwesterschiffe Celtic (1901), Cedric (1902), Baltic (1903) und Adriatic (1907) hatten jeweils über 20.000 BRT und waren als „The Big Four“ bekannt. RMS Adriatic (II) wurde mit der Bau-Nr. 557 auf der Bauwerft Harland & Wolff in Belfast erbaut, lief im September 1906 vom Stapel und war mit 222,7 Metern Länge, 22,8 Metern Breite und 24.541 BRT zwar das größte und mit 17.000 Wellen-PS schnellste Schiff der „Big Four“, aber gleichzeitig als einziges Schwesterschiff bei Indienststellung nicht das größte Schiff der Welt – übertroffen wurde die Adriatic von der Mauretania und der Lusitania der Cunard Line. Ihre Jungfernfahrt fand im Mai 1907 von Liverpool nach New York statt. Die wöchentliche Route der Adriatic über den Atlantik – als erstes White Star-Schiff - war dann wegen des neu errichteten White Star Docks in Southampton bis 1911 Southampton–New York; danach bot sie wieder ab Liverpool Fahren nach New York an. Kapitän der RMS Adriatic war von der Jungfernfahrt bis 1911 Edward John Smith, der erst zur neuen RMS Olympic und 1912 zur RMS Titanic wechselte, auf deren Jungfernfahrt er ums Leben kam. Und es gibt noch eine Verbindung zur Titanic: Die 2007 als letzte Überlebende des Untergangs der Titanic gestorbene Millvina Dean kehrte 1912 als Säugling an Bord der Adriatic mit ihrer Familie nach Großbritannien zurück. Auch während des Ersten Weltkriegs blieb die Adriatic Passagierschiff, transportierte aber zeitweise auch Truppen. 1928 wurde die Klasseneinteilung des Transatlantikschiffes abgeschafft, ab 1933 fuhr sie als Kreuzfahrtschiff. 1934 fusionierten die White Star und Cunard; RMS Adriatic lief im Dezember 1934 zum letzten Mal in Liverpool aus und wurde nach Ende der Fahrt zum Abbruch nach Japan verkauft, wo sie im März 1935 abgewrackt wurde.

RMS Adriatic hatte zwei Schornsteine und vier Masten und wurde durch zwei Vierfachexpansions-Dampfmaschinen angetrieben, die durchschnittlich 260 Tonnen Kohle pro Tag verbrauchten und mit 17.000 PS Maschinenleistung auf eine Reisegeschwindigkeit von 17 Knoten kamen. Für 2825 Passagiere - 425 in der Ersten Klasse, 500 in der Zweiten Klasse und 1900 in der Dritten Klasse – sowie 557 Crewmitglieder standen 20 Rettungsboote zur Verfügung. Da es zudem viel Platz für Ladung gab, war die Adriatic trotz relativ geringer Geschwindigkeit profitabler als andere Schiffe. Außerdem verfügte die RMS Adriatic über eine außergewöhnliche und sehr luxuriöse Ausstattung für die Passagiere: ein Hallenbad und ein Türkisches Bad mit warmen und kühlende Becken, Tauchbecken, Waschräumen und Massageliegen. Die Nutzung von Hallenbad und Türkischem Bad kostete vier Schilling oder einen Dollar, zwei türkische Bademeister erläuterten die Wirkung des Bades und waren aber hauptsächlich Fußpfleger. Natürlich durfte das Bad nur nach Geschlechtern getrennt genutzt werden: Männer konnten von 06 bis 08 Uhr von 14 bis 18 Uhr, Frauen in den restlichen Zeiten reservieren.

 

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