Mindestens einmal im Leben – eine Norwegen Kreuzfahrt

Von Kreuzfahrtexperte, 10.08.2018

Es gibt Kreuzfahrten und es gibt Kreuzfahrten… Städtereisen ohne ständiges Koffer packen sind schön, exotische Länder an Bord eines vertrauten schwimmenden Hotels ebenso, Schiffsreisen zum Entspannen haben ihren Wert – aber es gibt Zielgebiete wie Norwegen, die werden erst an Bord eines Schiffes so richtig schön!

Da einer unserer Träume eine Norwegenkreuzfahrt war und wir vermuten, dass es nicht bei einer bleibt, haben wir uns zunächst auf den Süden Norwegens mit seinen unvergleichlichen Fjorden beschränkt. Zur schönsten Jahreszeit, Ende Mai, – und unerwarteter Weise häufig bei schönstem Wetter – fuhren wir über Oslo, Kristiansand und Stavanger nach Ålesund, Geiranger und Flåm und machten auf der Rückreise in Bergen Halt.

Leider hatte Oslo bei uns etwas schlechte Karten – wir waren noch nicht erholt genug für ausgiebiges Sightseeing, das Schloss war nicht geöffnet und es war Sonntag und die Stadt irgendwie sehr leer. Aber unser Spaziergang durch Oslo an der Festung Akershus – neben der wir direkt lagen – vorbei zum Blumenmarkt und durch die leere Innenstadt, sowie der Osloer Dom und das moderne Rathaus haben uns trotzdem gefallen. Nach dem Luxus eines Mittagessens an Bord haben wir den Nachmittag mit einem Blick in das Nobel-Friedenszentrum und in den Freizeitanlagen am Hafen verbracht und einfach „nur“ den Tag genossen. Sehr schön war dann auch die sonnige Fahrt durch den Oslofjord.

Kristiansand, das leider statt Olden angefahren wurde, hat uns nicht nur mit weniger spektakulärer Natur, sondern auch mit viel Regen empfangen. Getrotzt haben wir ihm in der Kristiansand Domkirke, der Festungsanlage Christiansholm und im schön eingerichteten Herrenhaus Gimle Gard. Das Schlendern – und Fotografieren – der berühmten weißen Häuser Kristiansands, die sich über 14 Häuserblocks erstrecken, war allerdings aufgrund des Regens leider weniger schön. Schön gestaltet ist übrigens auch der Bereich in der Nähe des Kreuzfahrt-Anlegers, wo sich auch der Fischmarkt, Fiskebrygga, befindet.

Bei unserem nächsten Halt, Stavanger, war uns der Aufenthalt dann zu kurz, so viel gab es zu sehen und zu unternehmen. Begonnen haben wir den Tag mit einer Fahrt mit dem Schnellboot in den Lysefjord, um den berühmten 25 mal 25 Meter großen, eckigen, in 604 Meter Höhe gelegenen Preikestolen wenn schon nicht zu besteigen, so wenigstens von unten zu bestaunen. Auch der Lysefjord an sich ist eine Fahrt wert, denn er ist lang und schmal und beeindruckt mit bis zu über 1000 Meter hohen Bergen, kleinen Höfen, Robben und natürlich Wasserfällen. Nach einem schnellen Kaffee und Snack an Bord – auch hier lagen wir direkt in der Stadt und hatten einen unglaublichen Blick auf die weißen Holzhäuser Stavangers – haben wir zunächst die älteste Kathedrale Norwegens, die Stavanger Domkirke, die ungefähr von 1100 bis 1150 im anglonormannisch-gotischen Stil errichtet wurde, besichtigt und sind dann ausgiebig durch das Altstadtviertel Gamle Stavanger gelaufen. Aufgrund eines verheerenden Stadtbrandes stammen die 173 weiß gestrichenen, restaurierten, denkmalgeschützten Holzhäuser aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Es gibt hier nicht nur Wohnungen, sondern auch Läden und Ateliers und im ganzen Viertel verwinkelte, teils steile Gassen.

Ålesund brannte 1904 zu großen Teilen nieder und wurde in den nächsten sieben Jahren ganz in Stein und vollständig im Jugendstil wieder aufgebaut. Das hat zu einem einmaligen Stadtbild geführt, das man wunderbar vom Stadtberg Aksla genießen kann, entweder nachdem man bequem mit dem Stadtzug gefahren ist oder nach einem Aufstieg über 418 Stufen, wo man dann schon auf dem Weg immer wieder schöne Ausblicke auf die Stadt, Inseln, die Sunnmøre-Alpen und sein Kreuzfahrtschiff hat. Genauso gut hat es uns gefallen, durch Ålesund zu laufen. Die Häuser mit ihren bunten Anstrichen und Verzierungen, teilweise am Wasser, nette, gut gelaunte Menschen – es lag nicht nur am strahlenden Sonnenschein, dass es hier so schön ist. Ein Abstecher in die Ålesund-Kirche, die Borgund-Kirche mit schönen Holzschnitzereien und vor allem in die mit Turm, Erker und Giebel verzierte und mit Stabkirchen- und Eulen-Motiven geschmückte Schwanenapotheke, die 1908 eröffnet wurde und seit 2003 als Jugendstilmuseum genutzt wird, rundeten den Tag ab. Zu Ende war er allerdings immer noch nicht, denn da der Weg nach Geiranger nur kurz ist, fuhren wir erst um 22.00 Uhr aus Ålesund ab und hatten nach dem Essen Zeit, die Ausfahrt und den Farbenrausch des Sonnenunterganges zu bestaunen – schweren Herzens gingen wir um 01.00 Uhr ins Bett, obwohl es immer noch nicht dunkel war.

Ohne Frage war die Fahrt durch den Geirangerfjord, der zu Recht UNESCO-Weltnaturerbe ist, am nächsten Tag eines der Highlights der Norwegenkreuzfahrt. Seine etwa 15 Kilometer Länge waren viel zu kurz. Gut, dass wir die Fahrt zwischen den Bergen, an Höfen und vor allem an traumhaften Wasserfällen wie den berühmten Sieben Schwestern, dem Freier und dem Brautschleier vorbei durch die Hin- und Rückfahrt zweimal genießen konnten - und da wir im Mai gefahren sind, hatten die Wasserfälle noch richtig viel Wasser, so dass sie gefühlt besonders schön waren… In Geiranger selbst haben wir uns einen unserer zwei organisierten Ausflüge gegönnt und sind mit einem Bus zunächst auf die 1476 Meter hohe Dalsnibba gefahren, die quasi am Ende des Fjordes liegt und von der aus man einen traumhaften Blick in den Geiragnerfjord hat. Anschließend ging die Busfahrt für einen weiteren traumhaften Blick über eine Serpentinenstraße auf 620 Meter Höhe zur Adlerkurve, wo es eine Aussichtsplattform, sogar mit einem eingebauten Wasserfall, mit wunderschönem Panoramablick auf Geiranger und den Fjord bis zu den Sieben Schwestern gibt. Nach so viel Aussicht und Wasser mussten wir natürlich auch in Geiranger selbst noch hoch zur Kirche und am Fjord entlang wandern und auf dem Weg zum Wasserfall Storfossen kurz das Geiranger Fjordsenter besuchen.

Unseren zweiten Ausflug haben wir uns in Flåm gegönnt und sind, inklusive einer Wanderung, mit der berühmten Flåmbahn gefahren. Eine Stunde lang fährt die Flåmbahn auf einer der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt auf Normalspur - auf fast 80 % der Strecke beträgt die Steigung 5,5 % - von Meeresniveau in Flåm auf 867 Meter in Myrdal. Steile Felswände, Wasserfälle – am schönen Kjosfossen hält die Flåmbahn sogar – und 20 Tunnel lassen die Fahrt viel zu schnell vergehen. Trotzdem sind wir auf dem Rückweg früher ausgestiegen, um auf dem Rallarweg mit 21 Haarnadelkurven am Rjoandefossen entlang zu wandern und weiter unten wieder einzusteigen, was wir aufgrund der schönen Ausblicke und der teilweise verwunschenen Atmosphäre auch nicht bereut haben. Flåm haben wir gemieden und haben uns stattdessen schon mal mit Kaffee an Deck auf die Ausfahrt aus dem Aurlandsfjord eingestimmt, der Teil von Norwegens längstem Fjord, dem Sognefjord, und ein weiterer wunderschöner Fjord ist. Wir fanden es faszinierend, wie unterschiedlich und trotzdem immer gleich schön Norwegens Fjorde sind.

Bergen machte dann seinem Ruf alle Ehre – wir waren an einem der meist über 240 Tage Regen im Jahr dort. Auf die Fahrt auf den Fløien mit der Fløibahn, einer 850 Meter lange Standseilbahn, haben wir deswegen verzichtet, dem berühmten Fischmarkt, der Innenstadt und natürlich der Marienkirche kurz einen Besuch abgestattet und uns stattdessen ganz auf das alte Bryggen, seit 1979 Weltkulturerbe der UNESCO, konzentriert. Schon 1343 gab es in Bergen eine erste Handelsniederlassung, 1365 wurde dann das Deutsche Brücke genannte Hansekontor dem Hansetag unterstellt, es existierte bis 1754. Bryggen bestand aus über zwanzig nebeneinanderliegenden Höfen und wurde zum Wohn- und Handelsviertel. Heute gibt es hier viele, teils wirklich schöne Läden, die neben typischen auch ganz besondere Souvenirs verkaufen, das Hanseatische Museum und das Bryggen Museum, die einen Besuch lohnen.

Wie immer ging auch diese wunderschöne Reise viel zu schnell vorbei. Die Kombination aus idyllischen Orten und Naturwundern, das tolle Wetter, die Möglichkeit, nachts ohne Lampe zu lesen, das schöne Schiff – man sollte darauf achten, dass es ausreichend Platz gibt, das grandiose Panorama von Deck aus zu betrachten – lassen uns nicht nur weiter von Norwegen träumen, sondern uns auch überlegen, welche Kreuzfahrt wir das nächste Mal unternehmen… aber am besten wieder eine, bei der der Weg das Ziel ist!

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