Reisetagebuch Karibikkreuzfahrt mit Kuba

Von Kreuzfahrtexperte, 05.09.2017

Karibikkreuzfahrt mit viel Kuba über Silvester - Reisetagebuch

Dienstag, 27.12.2016: Anreise

Verkürztes Weihnachten, verspäteter Flug, lange Kofferkontrolle in Havanna, so dass wir ohne Gepäck, d.h. auch ohne Waschzeug, schlafen gehen mussten – alles egal, wir sind auf Kuba!

Mittwoch, 28.12.2016: Havanna (Kuba)

Völlig unproblematisch haben wir von zu Hause aus einen Oldtimer, einen roten 1959 Buick Electra, gebucht – und hoffen, dass dieser zum einen fahrtüchtig und zum anderen samt Guide vor der Russisch-Orthodoxen Kirche auf uns wartet. Ja, tat er! Es wurde keine Route abgesprochen, sondern ging gleich los. Störte uns aber nicht, da wir hofften, nach unseren vorigen Havanna-Besuchen das eine oder andere zu sehen, auf das wir nicht gekommen wären – und das war auch so. Zunächst ging es – natürlich den Malecon entlang - in den Nordwesten von Havanna, nach Jaimanitas, wo der kubanische Künstler José Fuster erst sein und dann auch viele Nachbarhäuser im Stile Gaudis mit Kacheln, Rundungen und Tieren verziert hat. Witzig, ein bisschen Barcelona in Havanna. Während wir Fusters Haus anguckten, schraubte der Besitzer am Auto herum, dessen Lenkradschaltung nur mit viel Kraft und Geräusch arbeitete… Aber da es ja auf Kuba mittlerweile viele Handys gibt und das Schiff erst um 23.55h ablegte, hatten wir keine Sorge, irgendwo in der Pampa liegen zu bleiben. Anschließend sind wir durch Miramar mit seinen schönen Villen zu dem uns unbekannten Parque Almendares gefahren – und fühlten uns das zweite Mal wie in einer anderen Stadt! Mitten in Havanna stehen riesige, mit Efeu bewachsene, verwunschen aussehende Bäume am Fluss Almendares. Leider liegt am Fluss viel Abfall - im Gegensatz zu früher liegt in Havanna tatsächlich Müll herum -, das liegt aber daran, dass hier Santeria-Rituale stattfinden. Der Almendares steht für die weibliche Hauptgöttin, die hier wegen Unfruchtbarkeit, Liebeskummer, aber auch gesundheitlichen Problemen angerufen wird. Da das ziemlich häufig der Fall ist, haben auch wir die Anfänge eines solchen Rituals gesehen. Nach einer Kaffeepause haben wir gefühlt unser Leben etwas verkürzt, da wir mit dem Cabrio unter der Bucht durch den Tunel de la Habana zur Jesusstatue gefahren sind. Die viel fotografierte Statue soll die Mischung der Menschen auf Kuba zeigen: dicke Lippen für die Afro-Kubaner, schmale Augen für die Chinesen und eine gerade Nase für die Europäer – laut Volksmund fehlt nur noch eine Cohiba und ein Mojito – und wir fanden, die Handhaltung sah genauso aus… Von El Morro aus haben wir dann den bekannten Blick über ganz Havanna genossen, bevor es durch die Altstadt zum Parque Central ging und die 5 Stunden schon vorbei waren. Diese Fahrt in dem unter kubanischen Bedingungen top restaurierten Cabrio mit einem super netten Guide zu bekannten und unbekannteren Highlights in Havanna war für uns ein unvergessliches Erlebnis!

Anschließend haben wir im für Ambiente und Kaffee bekannten Hotel Inglaterra eine Pause gemacht, bevor wir die Neptuno entlang zu unserem – ebenfalls von zu Hause aus gebuchten – Salsa-Kurs gingen. Zum Glück hatten wir für den Weg viel Zeit eingeplant – wir kennen uns, wir müssen immer ewig gucken und staunen, fast egal, wo wir sind. Im Barrio Chino findet man wenig Touristen, sondern sieht etwas vom Leben in Havanna. Die Läden sind viel voller als noch ein paar Jahre zuvor und die meisten Schlangen sind vor Banken. Die Häuser sind teilweise noch verfallener und irgendwie kam es uns so vor, als gäbe es zwar mehr Angebot, aber trotz der immer noch garantierten, preiswerten Grundversorgung auch mehr Armut. Dann die Gegensätze beim Tanzkurs: verfallenes (stilecht!) Haus, aber die Musik vom Handy, drinnen eiskalt, die Pause auf dem Balkon warm, aber nicht entspannend (wie lange hält der noch?) und das Tanzen: die Kubaner können sich bewegen, wir – naja…

Freitag, 30.12.2016: Belize City (Belize)

Um unseren Hunger nach Maya-Ruinen und Sightseeing zu stillen, sind wir per Bus und Schnellboot nach Lamanai gefahren. Für Lamanai haben wir uns entschieden, da hier in der klassischen Periode um 700 n. Chr. über 20.000 Einwohner auf rund knapp 400 ha gelebt haben und Lamanai idyllisch im Urwald liegt. Auf der Fahrt durch Belize City waren wir überrascht, wie wenig modern und auch nicht besonders ansprechend es ist. Während der Fahrt haben wir gelernt, dass es in ganz Belize vier sogenannte Highways, Landstraßen ohne Seitenbegrenzung und ohne Mittelstreifen, und kein einziges Shopping-Center gibt – fanden wir ja eher gut, aber wir leben ja auch nicht hier. Gut, dass wir nicht in Belize City blieben, sondern einen Ausflug weiter weg gebucht hatten. Die Fahrt mit dem Schnellboot war wirklich schnell, bei ca. 40 km/h legte sich das Boot ordentlich in die Kurven und das Wasser spritze so, dass ein wenig Vorsicht für die Kameras geboten war. Aber der Lohn waren Fotos von Mangroven durch einen Wasserschleier. In Lamanai begrüßten uns stilecht die Brüllaffen, wirklich laut, nur leider so weit oben, dass man sie besser hörte als sah. Von den Maya-Ruinen sahen wir uns den Jaguar-, den High-, und den Maskentempel an. Der neunstufige, 22m hohe Jaguartempel verdankt seinen Namen – natürlich – den rechteckigen Jaguar-Dekorationen beidseitig der Stufen. Der Aufstieg ist auf für Leute mit Höhenangst gut zu bewältigen – und auch runter ging es doch weniger schlimm als erwartet. Ok, die Aussicht war auch nicht sooo spektakulär wie in Mexico, aber dafür hatte ich auch keine Angst und bin dann auch auf die anderen beiden Tempel gegangen (habe mich aber trotzdem über die Holztreppe des Hightempel gefreut, auf der man den ersten Teil des Tempels bequem hinauf kommt). Von dem 33 m hohen, um 100 n.Chr. gebauten Tempel hat man einen wirklich schönen Ausblick über den Regenwald – angeblich bis nach Mexico und Guatemala. Die namensgebenden Masken des bis 650 erbauten Maskentempels sind über 4 m groß und die rechts der Treppe stellt einen menschlichen Kopf mit Krokodilen als Frisur dar. Bei der Ausgrabung wurde leider die obere Maske zerstört. Da der Tempel aus mehreren Schichten besteht, sind wahrscheinlich auf den anderen Seiten weitere Masken unterhalb der Fassade – wir sollten also wiederkommen, vor allem, da wir es aufgrund des straffen Zeitplanes nicht geschafft haben, den Ballspielplatz anzusehen. Zum Mittag gab es dann landestypisch Reis, Bohnen mit Kokos und Hähnchen, was überraschend lecker war. Und anschließend nochmal das Schnellboot, irgendwie entspannend, die Sonne schien, das Wasser spritze und die Mangroven sahen immer noch schön aus…

Samstag, 31.12.2016: Roatan (Honduras)

Witzig, kein Grau, keine Kälte, sondern Sonne, Wärme und mittelamerikanische Lebensart. Und statt Fete vorbereiten paddeln und schnorcheln! Wir wurden mit einem uralten, mit Wassermotiven angemalten, ehemaligem Schulbus abgeholt; fing schon mal gut an, nur der Guide hatte extrem viel „Ruhe“. Auch die ca. einstündige Fahrt über die schöne, grüne Insel, u.a. durch eine winzige Stadt, die zwar ärmlich war, aber wo das Leben tobte, gefiel uns. Es war quirlig, laut – und überall war Weihnachtsdeko. Lebensgroße Krippenfiguren und viel Glitzer haben wir schon anderswo gesehen, aber hier gab es sogar einen weihnachtlich dekorierten C3PO (leider war mein Fotoapparat wegen des Schnorchels auf dem Schiff). Dann ging es mit einem kleinen Boot zum Strand, der sich als kleine Privatinsel, die das Ziel mehrere unterschiedlicher Ausflüge war, entpuppte. Es war aber genug Platz für alle. Unser Ausflug war in drei Gruppen unterteilt, die rotierten, und wir hatten leider das Pech, mit der Freizeit anzufangen, so dass wir später auf den Guide und die freien Kajaks warten mussten statt am Strand zu sein. Während das Paddeln ziemlich kurz und unspektakulär war, gefiel uns das Schnorcheln sehr gut. Wir fuhren mit einem Boot etwas weiter raus und hatten so beste Aussichten auf karibische Fische und Korallen. Erst dachten wir, eine halbe Stunde ist viel zu kurz, aber manch einem reichte der Kampf mit der Schwimmweste, die jeder tragen musste… Schade fanden wir, dass der angekündigte zweite Guide dann doch nicht kam und uns so niemand erklärte, was für schöne Fische und Korallen wir gesehen haben. Aber es hat uns trotzdem gefallen. Auf jeden Fall war es – falls wir tatsächlich mal daran dachten – sehr cool, Silvester am und unter Wasser in Sonne und Wärme zu verbringen. Und ganz kurz ein Satz über Silvester auf dem Schiff: Angebot und Stimmung waren gut, aber dadurch, dass auf einer Kreuzfahrt jeden Abend gut gegessen wird und in der Karibik öfter Partys stattfanden, fehlt das Außergewöhnliche, das eine Silvesterparty zu Hause hat. Aber das muss ja nicht schlecht sein…

Sonntag, 01.01.2017: Cozumel (Mexico)

Wir haben uns heute einen „freien Tag“ gegönnt, wir waren doch länger auf und die Uhr wurde auch noch vorgestellt... So sind wir nur kurz vom Schiff gegangen, um für nächste Woche Informationen einzuholen, wo es einen schönen Strand mit Schnorchelmöglichkeiten gibt und wie man da am besten hinkommt. Außerdem sind wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert – und ich bin schnell an Bord zurück, weil es im Hafenbereich durch die Klimaanlagen eiskalt war.

Montag, 02.01.2017: Isla de la Juventud (Kuba)

Obwohl uns das Ursprüngliche der Isla de la Juventud lockte und wir uns gerne etwas umgesehen hätten, haben wir uns wegen der Kürze des Aufenthalts für einen Strandtag – oder einen halben- entschieden. Gute Entscheidung! Ewig lang zog sich der Naturstrand vom Anleger in beide Richtungen. Zwar war er etwas schmal und Sonnenschirme gab es nicht, aber dafür Bäume, unter die man sich legen konnte. Und Sunblocker. Und wir mussten um 14 Uhr eh wieder an Bord sein. Auch Cafés oder so suchte man vergeblich. Toll, wenn man wie wir daran gedacht hatte, Wasser mitzunehmen. Zwar sinnvoll, aber seltsam waren die Dixieklos zwischen den Bäumen. Zwar gab es nicht wirklich etwas beim Schnorcheln zu sehen, aber die Zeit ging mit schwimmen und am Strand spazieren leider viel zu schnell herum. Wir haben uns wie im Urlaub gefühlt ;-)

Dienstag, 03.01. bis Donnerstag, 05.01.2017: Havanna (Kuba)

Wunderbar, dass man bei der Buchung der 14tägigen Karibikkreuzfahrt über Silvester drei Tage in Havanna hatte! Da das Schiff, wie wir wussten, direkt in der Altstadt liegt, freuten wir uns darauf, jederzeit und auch nur mal kurz in die Stadt gehen zu können – ein Traum! Für den ersten Tag standen wieder Salsa-Stunden, der Besuch des berühmten La Guarida und unser geliebtes durch-die-Gegend-gehen auf dem Programm. Es ist erstaunlich, wie gegensätzlich Kuba zurzeit ist und wie man versucht, seinen Weg zu finden und sich zu arrangieren. Man kann übers Internet aus Deutschland Diverses buchen, aber viele – für uns - alltägliche Dinge sind nicht möglich. Briefmarken für eine Postkarte in der Post kaufen und sie direkt dort abgeben – nein, draußen ist ein Briefkasten… Die Buchung des Salsa-Kurses erfolgte in fließendem Deutsch, aber trotz Hinweis auf mangelnde Spanisch-Kenntnisse unsererseits sprach unser Lehrer wirklich keine 10 Worte Englisch (Deutsch haben wir natürlich nicht probiert). Sowohl dieses Jahr als auch beim letzten Aufenthalt haben wir bei den – zugegeben seltenen – Taxifahrten kein einziges offizielles Taxi erwischt, denn selbst das Aufsichtspersonal vorm Hafengebäude vermittelt private Autos, – und uns jedes Mal gefreut, wenn wir nicht nur heil, sondern überhaupt angekommen sind. Nach dem Tanzen waren wir im La Guarida – das aus dem für den Oscar nominierten Film „Erdbeer und Schokolade“ bekannt ist und zudem als eines der besten privaten Restaurants Havannas gilt – essen, auch das konnte ich problemlos von Deutschland aus reservieren. Dieses Essen war ein absolutes Erlebnis. Zunächst fanden wir das Haus beinahe nicht. Nachdem wir wohl sichtlich suchend gegenüber einem Haus, das nur im zweiten Stock Fensterscheiben hatte und an dem nichts Außergewöhnliches, oder ein Schild, zu sehen war, stehen geblieben waren und ich noch meinte, so habe ich es mir vorgestellt, bevor wir unverrichteter Dinge wieder gehen wollten, sprach mich ein alter Mann an, zeigte auf genau das Gebäude und ich verstand „Fresa y chocolate“ und „La Guarida“ – Glück gehabt! Im Treppenhaus war dann auch ein kleines Schild… Im ganzen Gebäude, das wunderschöne Dekorationselemente und Säulen hat, wird gerade viel restauriert, was auch die fehlenden Fenster erklärt; dafür trocknet in dem riesigen Raum die weiße Wäsche des Restaurants im Wind. Das Essen war dann noch besser als erwartet. Zum einen war es wirklich lecker, aber noch viel mehr haben uns die Räumlichkeiten gefallen. So saßen wir tatsächlich in dem Raum, in dem ein Teil des Films gedreht wurde und erkannten viele der Dekorationen wieder. Jedes Glas, jede Tasse, jedes Besteck war unterschiedlich und sogar die Waschräume ungewöhnlich. Anschließend sind wir quer durch Centro Habana und über die Plaza Vieja zum Kunsthandwerkermarkt am Hafen gelaufen. Auf der Plaza Vieja sind zwar sehr viele Touristen, aber auch gut restaurierte Häuser, eine besondere Atmosphäre und Fußball spielende Kinder. Der Kunsthandwerkermarkt ist leider kein wirklicher Kunsthandwerkermarkt mehr, sondern es werden sehr viele, wenn auch schönere als sonst oft, Souvenirs verkauft und es ist dementsprechend voll. So sind wir schnell wieder raus und fanden in der Kürze der Zeit leider keine zu meinem „Gabel-Armband“ passende Kette…

Rund um unsere Salsa-Stunden und abendliches Tanzen – übrigens unabhängig vom Niveau sehr zu empfehlen! - haben wir an den anderen beiden Tagen der Kathedrale, dem Gouverneurspalast und San Francisco einen längeren Besuch abgestattet. La Catedral de la Habana steht nicht nur an einem der schönsten Plätze der Stadt, sondern ist auch selbst ein sehenswerter Barockbau, in dem zwischenzeitlich sogar Kolumbus Asche aufbewahrt wurde. Wir konnten uns dafür an kitschig bunter, glitzernder Weihnachtsdekoration mit lebensgroßen, bekleideten Figuren erfreuen. Ein Ort der Ruhe ist auch das Stadtmuseum im ehemaligen Palacio de los Capitanes Generales an der Plaza de Armas. Schon beim Bau des Gouverneurspalastes im 18. Jahrhundert wurde Wert auf Ruhe gelegt, so dass die vordere Straße aus Holz gebaut wurde, um den Lärm der Fuhrwerke zu verringern. Heute sind dort Bücherstände und Künstler, aber auch von diesem Trubel hört man im Innenhof, wo die berühmte Kolumbus-Statue steht, wenig. Die Sammlung erstreckt sich von kolonialen Artefakten über die Machete des Unabhängigkeitsskämpfers Macedo bis hin zu einer Dampfmaschine. Abends hatten wir dann noch ein absolut tolles Erlebnis. Nachdem wir noch ein wenig auf der Calle Obispo den abendlichen Trubel mit Musik, Tanz und Lebendfreude genossen haben, sind wir zurück zum Hafen und haben den riesigen Weihnachtsbaum in der Börse bestaunt. Da meinte der Mann vom Sicherdienst, wir könnten ruhig reingehen. Scheinbar waren wir begeistert genug, jedenfalls bot er uns an, für 2 CUC pro Person mit dem Aufzug in den 6. Stock zu fahren. Die Aussicht wäre toll, es ginge aber nur nachts, bis Mitternacht. Wir wollten, fanden die abendliche Aussicht, trotz Regen, großartig – und wussten beim Rückweg zum Aufzug, warum es tagsüber nicht erlaubt ist: dort oben sind die Büros von CNN, AP und kubanischen Firmen… Kuba bewegt sich ständig zwischen völlig unmöglich und herrlich unkompliziert. Kurz vor der Abreise sind wir noch einmal auf den Glockenturm von San Francisco de Asis gestiegen, der mit 40 m einer der höchsten in Amerika ist, er diente dazu, nach Piraten Ausschau zu halten. Die Aussicht ist toll, auch auf die Schiffe, aber Angst vor Höhe oder morschen Brettern sollte man besser nicht haben! Da dies unser Reistagebuch ist und wir vor paar Jahren für eine Woche in Havanna waren, fehlen viele klassische Sehenswürdigkeiten. Ein paar zusätzliche Empfehlungen: Oldtimer am Parque de la Fraternidad bestaunen, Plaza de Revolucion, das Capitol und das Gran Teatro, die Häuser am Prado, die Drogueria Johnson, das Barcardi Gebäude, einen Kaffee im Hotel Nacional oder Inglaterra trinken, je nach Interesse Museen, ein bisschen auf Hemingways Spuren wandeln und natürlich das Laufen durch die Stadt – am besten nicht nur durch Alt-Havanna.

Samstag, 07.01.2017: Montego Bay (Jamaica)

Auf Jamaica haben wir einmal mehr erlebt, was unterschiedliche Erwartungen ausmachen. Wir hatten uns für einen Ausflug entschieden, der Schwimmen mit Delfinen und ihr Kennenlernen in ihrer „natürlichen Umgebung“ mit den Dunns Rivers Falls verbunden hat. Trotz anderer verlockender Ausflüge auf Jamaica wie z.B. Raften wollten wir wegen der „natürlichen Umgebung“ hier und nicht woanders mit den Delfinen schwimmen. Reine Interpretationssache – denn im Wasser waren sie ja und aus dem karibischen Meer kam das Wasser auch, aber trotzdem war es letztendlich ein Aquarium und wir sehr enttäuscht darüber, auch wenn wir gar nicht genau sagen konnten, wie wir uns das vorgestellt hatten… Unser Delfin Apollo war 6 Jahre, ließ sich wiegen, streicheln, spielte, zog uns durchs Wasser – und wollte tatsächlich ausgerechnet mich ein zweites Mal küssen. Gelernt haben wir auch einiges über Delfine – vielleicht ja auch, dass sie Stimmungen erspüren und Apollo mich versöhnen wollte… Alles in allem war es ein Erlebnis, das wir nicht missen möchten. Dann ging es fast nur über die Straße zu den Dunns River Falls, die 183m hohe, malerische Top-Attraktion in diesem Teil von Jamaica. Leider führt das dazu, dass es sehr voll ist und das Erlebnis ziemlich kurz ist. Ein Guide holt die Gruppe ab und steigt mit ihr in das, überraschend kühle, Wasser. Unten kann man dann von einer Stufe aus in ein Becken rutschen, dabei komplett untertauchen – und sich ärgern, dass der Ehemann zu spät geguckt und auch nicht fotografiert hat… Zum Glück hatten wir unsere Tauchschuhe an, so dass kleinere Steine und rutschige Felsen uns nicht störten. Langsam, aber stetig und ohne Pause steigt man in ca. 10 Minuten von unten nach oben die Wasserfälle hinauf. Die Fälle sind wirklich malerisch, aber durch die begrenzte Zeit bei einem Kreuzfahrt-Ausflug ist dies ein weiteres Ziel, wo wir gerne noch einmal mit viel Zeit hinkommen möchten. Aber das weiß man ja vorher. Was man vorher – eigentlich – auch weiß, ist, dass man nach den Fällen einen zweiten, trockenen, Badeanzug braucht…

Sonntag, 08.01.2017: Georgetown (Cayman Islands)

Es gibt tatsächlich auch in der Karibik schlechtes Wetter – heute führte das dazu, dass, neben höherem Verbrauch von Reisetabletten, der Ankerplatz auf die windabgewannte Südseite der Cayman Islands verlegt wurde. Leider hieß das aber auch, dass unser vorab reserviertes Schnorcheln und Schwimmen mit Rochen nicht stattfand. Wir sind dann mit einem kostenlosen Shuttle nach Georgetown gefahren und haben uns von dem Busfahrer überreden lassen, direkt im Bus sitzen zu bleiben, um eine Inselrundfahrt mitzumachen. Sehr lustig. Unsere spontan zusammen gefundene Gruppe bestand aus vier weiteren Deutschen und je sechs bis acht Russen und Italienern. Von diesen beiden Gruppen konnten wohl nur jeweils ein oder zwei Personen Englisch, so dass in einer unheimlichen Lautstärke versucht wurde, simultan zu übersetzen und dabei lauter zu sein als die andere „Dolmetscherin“. Zu sehen gab es mehr oder weniger prachtvolle Bauten, das unheimlich karge „Hell“ – wo es passenderweise auch die bekannten Briefkästen gibt – ein Delfinarium, eine Schildkrötenfarm und den Anfang vom berühmten Seven Mile Beach. Außerdem konnten wir während der Inselrundfahrt den berühmten Rum Cake probieren und Muscheln kaufen – und erst hinterher habe ich überlegt, ob das erlaubt ist… Das Ende der knapp dreistündigen Tour war in Georgetown, so dass wir beliebig viel Zeit hier verbringen konnten. Da aber Sonntag fast alles geschlossen war, sind wir nur etwas durchs Zentrum gelaufen, um den Glockenturm für König Georg V, diverse koloniale Verwaltungsgebäude und eine riesige Ansammlung von Briefkästen anzusehen. Das Grau am Himmel, Regen, Wind und leere Straßen haben uns die Caymans nicht so gezeigt, wie sie es verdient hätten. Trotzdem hatten wir unter diesen Umständen einen vergnüglichen Tag. Verabschiedet wurden wir mit dem Blick auf einen Container für ausgediente Weihnachtsbäume…

Montag, 09.01.2017: Cozumel (Mexico)

Am letzten Urlaubstag stand uns der Sinn nur nach einem: Strand, Baden und Schnorcheln! Gut, dass wir uns in der Woche davor schon erkundigt hatten, so konnten wir zügig ein Sammeltaxi nehmen. Und wer saß darin und hatte Angst, dass auch wir von deren ausgehandeltem Gruppenrabatt profitierten? Richtig, die Italiener. Wir hatten uns für einen kleinen Strand in der Nähe des großen, vollen und teuren Chankanaab entschieden, wo man auch direkt vom Strand aus wunderbar schnorcheln konnte. Auch Liegen, Schirmen und ein Restaurant waren da – und wir erlebten einen wunderschönen, entspannten letzten Urlaubstag. An der Rezeption rief man uns dann ein Taxi, so dass auch die Rückfahrt überhaupt kein Problem war. Karibik Urlaub wie er sein muss.

Dienstag, 10.01.2017: Havanna (Kuba) - Rückreise

Alles wie überall, nur dass ein netter Herr vor dem Einsteigen in den Bus zum Flughafen jeden Koffer anhand der aufgeklebten Nummern schriftlich erfasste. Wir waren gespannt, was dann am Flughafen wohl passierte – nichts! Jeder nahm einen Koffer, ohne dass er irgendetwas tat oder sagte, und ging zum Schalter… Flughafen-Splitter: Das Werbeplakat für Direktflüge aus Amerika. Der Hund, der in die Damentoilette ging und für eine halbe Stunde nicht mehr raus kam. Das Motorrad, das vorne vor dem Flugzeug stand. Die Angestellten, die draußen auf dem Flugfeld saßen. Die Kontrolle der Bordkarten: der erste guckt, der zweite noch einmal, draußen auf der Treppe guckt der dritte, reißt zugleich (!) den einen Teil ab, den der vierte dann hält. Herrlich…

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