Endlich eine Nilkreuzfahrt - Reisebericht zur Steigenberger Minerva Nil-Reise

Von Kreuzfahrtexperte, 21.06.2024

Sonne und Wärme, die Erholung einer Flusskreuzfahrt und viele beeindruckende Tempel – eine wunderbare Idee für graue Wintertage!

Manchmal sollte man die Reiseziele seiner Liste auch besuchen und nicht nur immer neue hinzufügen… Wenn ein Fan des alten Ägyptens erneut, einer das erste Mal und dann auch noch auf einem Steigenberger Nilschiff ins alte Ägypten und auf den Nil fahren, dann kann ja nur alles wunderbar werden…

Nach einer schlaflosen Nacht (Abflug um 03.10 Uhr), dem Flug und einer fünfstündigen Busfahrt von Hurghada nach Luxor konnten wir zum Glück sofort etwas essen und in unsere Kabine. Die Steigenberger Minerva macht einen schönen, gepflegten, etwas plüschigen Eindruck – und liegt direkt gegenüber vom Luxor-Tempel. Nach einem türkischen Kaffee – wie haben wir uns darauf gefreut! – mit herrlichem Blick haben wir den freien späten Nachmittag genutzt und sind am Nil entlang zum Luxor Museum gelaufen. Dieses ist natürlich nicht so groß wie zum Beispiel das in Kairo, aber es werden viele Exponate ausgestellt, die in Karnak und Luxor gefunden wurden, so dass man noch etwas besser vorstellen kann, wie prachtvoll es dort einmal ausgesehen haben muss.

Am nächsten Vormittag haben wir dann die riesige Anlage des Karnak-Tempels besucht. In Anbetracht der Zeit bis zum Ausflug kam leider die inhaltliche Vorbereitung auf die herrliche Tempelanlage etwas zu kurz – so musste der alte Kunstreiseführer während der Besichtigung herhalten. Die Tempelanlage ist unglaublich beeindruckend, nicht nur durch die Größe und den unglaublichen Säulensaal – auf 5356 Quadratmetern trugen 134 Säulen mit 2 Metern Durchmesser in 16 Reihen das Dach -, sondern auch durch die immer noch erhaltenen Reliefs - und Farben! Nachdem wir durch diverse Pylone und den Säulensaal gegangen waren, standen wir am Heiligen See und hatten Freizeit. Wir haben uns dann an den unglaublichen Reliefs erfreut, sind durch Thutmosis große Festhalle mit seiner durch die teilweise erhaltene Decke besonderen Stimmung und seinen farbigen Reliefs gegangen, waren im Allerheiligsten, an den Obelisken und hatten das Glück, dass auf dem Rückweg der Säulensaal viel leerer war, so dass man mehr Atmosphäre spüren und schönere Fotos machen konnte. Nachmittags sind wir dann auf dem Nil Richtung Süden gefahren – bei zwar für die Haut gutem, für die Seele weniger gutem, bedecktem Himmel - und haben das schöne Sonnendeck der Steigenberger Minerva mit unterschiedlichsten Sitz- und Liegemöglichkeiten, großem Sonnensegel, Pool, Bar und inkludierter Kaffeestunde genossen.

Nächster Halt war der Doppeltempel von Kom Ombo, den wir nachmittags besuchten. Dieser Tempel ist gleich zwei Göttern geweiht, dem falkenköpfigen Haroëris und dem krokodilköpfigen Sobek. Das Doppelheiligtum ist längs der Mittelachse in zwei gleiche Teile gegliedert, die jeweils über Vorhalle, Säulensaal und Allerheiligstes verfügen und hat neben mumifizierten Krokodilen unter anderem ein berühmtes Relief, das chirurgische Werkzeuge und einen Gebärstuhl zeigt, zu bieten. Da unser Schiff – zusammen mit vielen anderen… - direkt vor dem Tempel lag, sind wir etwas länger geblieben als unsere freie Zeit hergab, konnten uns so in Ruhe umsehen und hatten das Glück, den Tempel in der tief stehenden Sonne leuchten, oder fast schon brennen, zu sehen.

Die nächsten 2 Tage lag die Steigenberger Minerva in Assuan, so dass wir zum einen den unvollendeten Obelisken besuchten, wo man erfahren kann, wie die alten Ägypter diese riesigen Felsnadeln aus dem Fels gebrochen haben, zum von der Spät- bis in die Römische Zeit gebauten Isis-Tempel auf der Insel Philae mit ganz anderem Säulen, sehr schönen Reliefs, gut erhaltenem Sanktuar und sogenanntem Trajan-Kiosk fuhren, den obligatorischen Verkaufsbesuch absolvierten, hier eine Duftessenz-/-ölherstellung, und nachmittags Zeit für einen fakultativen, wunderbaren Ausflug mit einem Boot hatten, der durch ein nicht nur durch das Licht des späten Nachmittags malerisches Naturschutzgebiet in ein nubisches Dorf führte, das zwar Wasser und Strom hat, wo die Bewohner aber etwas ursprünglicher leben als in Assuan. Am zweiten Tag wurde der ebenfalls fakultative Ausflug nach Abu Simbel angeboten, für den man schon um 04.20 Uhr abfährt und insgesamt 7 Stunden im Bus sitzt – aber das ist es wert! Die in den Fels gebauten Tempel von Ramses II, der Amun und Re-Harachte geweiht war, und der, im alten Ägypten einmalig, für seine Lieblingsfrau Nefertari gebaute, Hathor geweihte kleinere Felstempel beeindrucken nicht nur durch die Fassaden mit den riesigen Kolossalstatuen, die Reliefs und die Farben, sondern auch durch die durch die erhaltenen Räume besondere Atmosphäre und das Wissen, dass die Tempel Steinblock für Steinblock wegen des Baus des Assuanstaudamms verlegt worden sind. „Lustig“ war die Felukenfahrt am späten Nachmittag – da kein Wind wehte, wurde die Feluke nach einer halben Stunde von einem Motorboot abgeschleppt…

In der Nacht legte unser Schiff dann Richtung Norden ab, so dass wir am frühen Nachmittag des nächsten Tages den Horus-Tempel in Edfu besichtigen konnten. Besonderheiten des Horus-Tempels sind der sehr gut erhaltene Bau an sich, der zweitgrößte Pylon des alten Ägyptens, die Horus-Statuen und das Sanktuar mit der einzigen erhaltenen Götterbarke auf schwarzem Granitsockel (Kopie).

Der letzte Tag der Nilkreuzfahrt war Theben-West mit dem Tal der Könige, Hatschepsut- und Luxor-Tempel gewidmet. Da hier aufgrund der überschaubaren Platzverhältnisse Gruppen nicht geschlossen als Führung zugelassen sind, war die Information vor Ort recht überschaubar – hier lohnt sich auf alle Fälle die Mitnahme eines guten Reiseführers. Die Gräber sind unfassbar beeindruckend, nicht nur ihren Zustand und die Farben, sondern auch durch das Detailreichtum und die Komplexität der altägyptischen Religion. Und der Terrassentempel von Der al-Bahri ist durch seine Bauart einfach einzigartig und die Reliefs der Punt-Reise sind ebenfalls besonders. Am späten Nachmittag ging es zum Luxor-Tempel mit Sphingen-Allee und Monumentalstatuen. Natürlich ist der Luxor-Tempel sowieso schön und bringt einen zum Staunen. Hier kommt aber hinzu, dass es in der Tempelanlage eine Moschee und einen Altar der alten Kopten gibt - und so drei Religionen in einem Tempel zu finden sind.

Abschließend muss man sagen, hat uns die Nilkreuzfahrt sehr gut gefallen. Die Abwechslung von Tempelbesichtigungen und Fahrt auf dem Nil ist herrlich entspannend. Auch das zusätzlich ausgegebene Geld für ein Steigenberger-Schiff bereuen wir nicht, denn die Kabine und das ganze Schiff waren sehr gepflegt und plüschig-gemütlich und das Essen war abwechslungsreich und lecker.

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