Eine Woche „Testfahrt“ auf Mein Schiff Relax im Mittelmeer

Von Kreuzfahrtexperte, 09.01.2026

Natürlich mussten wir für Sie und euch die neue Mein Schiff Relax testen. Wir fanden sie unter anderem schön, hell, modern, offen – und sehr groß…

Direkt bei Buchungsfreigabe im Herbst 2023 haben wir uns entschlossen, die Mein Schiff Relax ausgiebig zu testen und haben eine Woche Mittelmeer Kreuzfahrt gebucht. Im Mai 2025 ging es ab/bis Palma nach Civitavecchia, Neapel – das leider aufgrund einer Liegeplatzänderung zu Salerno wurde -, Palermo und Cagliari, dazu gab es zwei Seetage. Die Route hat uns sehr gut gefallen. Sehr schön waren ein neu angebotener Ausflug in ein sogenanntes „verlorenes Dorf“, Bagnoregio, und ein Wanderausflug ab Cagliari. Salerno, Palermo und Cagliari selbst haben wir auf eigene Faust erkundet. Gerne geben wir unsere Eindrücke dazu ausführlicher weiter; hier allerdings beschränken wir uns auf unsere – nicht vollständigen, die Relax ist groß und wir „mussten“ ja auch Ausflüge machen… - Eindrücke zur Mein Schiff Relax, über die es hier mehr zu lesen gibt.

Kabinen der Mein Schiff Relax

Bei 333 Metern Länge, 42,1 Meter Breite, 67,5 Meter Höhe und einer BRZ von 157.651 hat Mein Schiff Relax Platz für maximal 3984 Passagiere in 1945 Kabinen. Zu 158 Innenkabinen, 106 Außenkabinen kommen 1531 Balkonkabinen, was einem Anteil von 85 Prozent entspricht, sowie 150 Suiten. Die Kabinen der Mein Schiff Relax sind neu designt, kein blau gestreifter Teppich mehr, dafür viel natur-beige-braun mit Farbtupfern, wie es zurzeit modern ist. Die Ausstattung bietet nach wie vor alles, was man braucht, dafür aber zusätzlich zum Beispiel praktische USB-Ladeanschlüsse. Und da auch auf Kundenwünsche eingegangen worden ist, gibt es Einzel-Balkonkabinen, die wir leider nicht ansehen konnten, da sie auf dieser Fahrt alle belegt waren. Sehr gewöhnungsbedürftig fanden wir die Balkonkabinen im vorderen Teil auf Deck 6. Hier liegt zwischen dem Balkon und dem Meer der Umlauf. Nicht nur, dass man nicht direkt am Meer sitzt, Balkon und Kabine sind einsehbar. Es gibt sicherlich Menschen, die das nicht stört, aber für viele wird die Buchung einer Glückskabine damit sicherlich unattraktiv.

Wir hatten – für uns und euch – unser Sparschwein geplündert und eine Juniorsuite gebucht, da wir den ebenfalls erweiterten und neu gestalteten Suitenbereich testen wollten. Die 150 Suiten teilen sich auf in 118 Junior Suiten mit circa 26 Quadratmetern, 16 Schöne Aussicht Suiten, sechs Fernweh Suiten, acht Weitblick Suiten und zwei 88 Quadratmeter große, sich über zwei Decks erstreckende Große Freiheit Suiten. Letztere waren leider ebenfalls belegt und wurden sehr frühzeitig für den nach unserer Mittelmeerkreuzfahrt folgenden Vollcharter fertig gemacht – wie im Flugzeug war der Vorhang schon geschlossen -, so dass wie sie nicht ansehen konnten. Die Suiten sind gewohnt großzügig, haben viele Annehmlichkeiten und sind in einem dem Meer nachempfundenen Farbspektrum aus Grün-, Blau- und Türkis gestaltet – warum dann die Bilder an den Wänden Häuser zeigten und an Hotels erinnerten, bleibt ein Mysterium… Das Badezimmer der Juniorsuite ist – auf Kosten des Wohn-Schlafbereiches - vergrößert worden und war das Größte, das wir je auf einem Kreuzfahrtschiff hatten. Besonders gut gefallen haben uns die Balkonstühle, die eine verstellbare Lehne und ein ausziehbares Fußteil haben und von einem bequemen Stuhl zu einem Liegestuhl werden konnten. Auf jeden Fall haben wir uns wohl gefühlt. Sollte man gerne auch mal längere Zeit auf der Kabine verbringen, ist es schon angenehm, der Raum ist größer und der Balkon definitiv schöner – passend zum Schiffsnamen eine Kabine zum Relaxen.

Öffentliche Bereiche, Restaurants und Bars der Mein Schiff Relax

Bei den öffentlichen Bereichen merkt man das neue Design natürlich viel stärker. Genau wie viele andere Reedereien hat TUI Cruises für seine neue InTUItion Schiffsklasse eine sehr offene, helle und freundliche Gestaltung gewählt. Auffällig ist, dass sich insgesamt weniger Dekoration auf Mein Schiff Relax befindet, so sind zum Beispiel die „Trennwände“ im Atlantik nur noch schlichtere Trennwände und nicht mehr mit dekorativem Geschirr bestückt.

Durch die Verbindung verschiedener Bereiche, zum Beispiel Bars oder Restaurants, findet man, eventuell im anschließenden Bereich, leichter einen Platz. Das ist auch notwendig, da trotz mehr Kabinen nicht mehr Decks für Restaurants und Bars zur Verfügung stehen. Durch diese Art der Gestaltung ist allerdings der „Durchgangsverkehr“ höher.

Besonders auffällig fanden wir das zum einen im Atlantik auf Deck 4, an das sich die Atlantik Bar anschließt. Hier kann man zum Beispiel einen Aperitif nehmen, wenn man auf einen Tisch wartet. Die Idee verstehen wir, aber es war schon unruhig im Übergang. Im vorderen Bereich wirkt das Atlantik, das überall sehr viel Platz zwischen den Tischen hat, durch den Teppich, die Möbel und fehlende Fenster etwas dunkel, aber im hinteren Bereich ist es wirklich sehr schön. Riesige Fenster über zwei Etagen und ein offener Bereich in der Mitte führen dazu, dass man gerne länger im Restaurant bleibt. Nur wenn man direkt am Fenster sitzt, kann sich der eine oder die andere etwas komisch fühlen, da außen der Umgang entlang führt… Der andere Bereich, wo das offene Konzept die eine oder den anderen vielleicht stören könnte, sind die an den Harbour Market anschließenden Spezialitätenrestaurants Osteria und Höfde. Wenn man zur Captains Bar mit ihrem Panoramablick nach vorne möchte, muss man durch eines der beiden Restaurants gehen – vom Konzept her aber schon so gesteuert, dass man meist durch die inkludierte Osteria und nicht durch das extra zu zahlende Höfde läuft -, die quasi einen Gang zwischen der offenen Küche und dem Sitzbereich haben. Allerdings ist die Captains Bar nicht im Premium Alles Inklusive enthalten und war, zumindest auf unserer Reise, wenig besucht. Sollte man also einmal Ruhe mit Aussicht und wirklich coolen Cocktails suchen, ist das hier – aber wie gesagt mit Aufpreis - wunderbar möglich. Der Harbour Market ist bei der Passagierzahl natürlich größer als auf den älteren Schiffen. Der Buffetbereich ist sehr großzügig, hell und echt schön. Durch die Größe gibt es in den Seitenbereichen noch weitere Buffetstationen mit „Basics“ und Angeboten für Kinder. Trotzdem kann es sein, dass man bis zu seinem Tisch etwas weiter laufen muss.

Sehr gut gefallen haben uns auch die neuen Restaurants, das Sur Mer Bistrot, das französische Gerichte anbietet, und das griechische Restaurant Taverna Dionysos, wo ich eines der besten Saganaki bisher gegessen habe.

Für Suitengäste gibt es exklusive Bereiche, die wirklich schön gestaltet und vor allem, speziell an Seetagen, ruhiger sind. In der X-Lounge gibt es bis 19 Uhr inkludierte Getränke, teils die gleichen wie überall, teils Premiumgetränke wie Champagner. Außerdem gibt es zwei Restaurants. Zum einen das X-Coast mit Innen- und Außenbereich im Beachclub-Design auf Deck 6, wo es Frühstück, den ganzen Tag ein kleines Buffet, À la Carte Gerichte und Abendessen – abends ist das Essen inkludiert, Getränke nicht – gibt. Und zum anderen gibt es auf Deck 16 das X-View, ebenfalls mit Innen- und Außenbereich, Frühstück, Buffet und á la Carte Gerichte bis 16.30 Uhr sowie einem exklusiven Abendessen mit mediterranen Gerichten eines Südtiroler Sternekochs. Wir haben speziell das X-Coast mit seinen Außenbereichen und seinen kleinen Köstlichkeiten – und ja, auch einem Glas Champagner – genossen, sowohl nach den Ausflügen als auch am zweiten Seetag, wo es hier herrlich ruhig war.

Die Suiten und die dazu gehörenden Bars, Restaurants und das ebenfalls gemütlich und abwechslungsreich gestaltete Suiten Sonnendeck mit Bar liegen alle am Heck. Es fehlt jetzt also der herrliche Ausblick nach vorne, den dafür wieder alle Gäste genießen dürfen. Allerdings ist es windgeschützter, was durchaus seine Vorteile hat – wir konnten auf dem Meer, draußen, Karten spielen!

Sehr gut gefallen hat uns das neu gestaltete Pooldeck. Durch die verschiedenen Ebenen und unterschiedlichste Sitzplätze ist es sehr abwechslungsreich gestaltet. Ja, klar, an Seetagen ist es schwierig, genau seinen Lieblingsplatz mit Sonne oder Schatten, vorne oder hinten, am Pool oder mit mehr Ruhe zu finden, aber sonst ist die Wahrscheinlichkeit schon hoch… Schön ist auch der Infinity-Pool, nur hätten wir ihn lieber zum Meer und nicht zur Agora ausgerichtet gehabt?

Zwei weitere Punkte haben uns auf Mein Schiff Relax sehr gut gefallen. Zum einen kann man auf Deck 5 und im Pooldeckbereich komplett das Schiff außen umrunden und hat immer eine tolle Sicht, zum Beispiel in Fjorden oder bei der Ein-und Ausfahrt der Häfen. Zum anderen sind die drei Treppenhäuser/Fahrstuhl-Bereiche jeweils mit Wald-, Wüsten- und Eislandschaftsbildern dekoriert, was die Orientierung auf dem Schiff enorm erleichtern kann.

Unterhaltungsmöglichkeiten auf Mein Schiff Relax

Wer eine Mein Schiff Kreuzfahrt bucht, weiß, was er bekommt: unter anderem schöne, deutschsprachige Schiffe, Restaurants mit Service am Platz und TUI Cruises Premium Alles Inklusive.

So gibt es zwar keinen Wasserpark oder Achterbahnen, aber ein großes Angebot an verschiedensten Kursen sowie Theater und Konzerte nicht nur im eigentlichen Theater, sondern auch in mehreren Bars. Auf Mein Schiff Relax kommen, ganz neu und einzigartig bei TUI Cruises, die Burlesque Bar La Cage mit diversen Shows und die Dinnershow im Fugu hinzu.

Sehr entspannt Zeit verbringen kann man auch im mit modernen Geräten ausgestatteten Fitnessbereich oder im Wellnessbereich. Der Saunabereich ist zwar etwas langgezogen, als ob er dazwischen passen müsse, und dadurch auch der Gang zwischen den Saunen ein wenig eng, aber das machen Panoramasauna, schöne Ruheräume – speziell wie immer der Außenbereich – wett. Die Massage war ebenfalls sehr entspannend.

Unser Fazit zu Mein Schiff Relax in einem Satz

Die Mein Schiff Relax ist tatsächlich eine ganz neue Schiffsklasse, vieles am Design ist sehr schön geworden, manchmal fehlte uns Dekoration, aber uns war das Schiff doch etwas zu groß. Zum Selber-testen oder für andere TUI Cruises Kreuzfahrten geht es hier lang.

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