Grönland

Auf dem „Grünen Land“ weiße Gletscher bestaunen oder Wale und Eisbären beobachten – Grönland ist ein interessantes Urlaubsziel.

Grönland, die größte Insel der Erde, zählt geologisch zum arktischen Nordamerika, politisch ist es ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Grönland ist 2650 km lang, maximal 1200 km breit und mit 710 km Abstand die dem Nordpol am nächsten gelegene größere zusammenhängende Landmasse. Die bis auf knapp 20% ganz Grönland bedeckende Eisschicht ist durchschnittlich 2000 m stark und bewegt sich an den Küsten zum Meer, wobei oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Mit bis zu 3400 m hat Grönland nach der Antarktis die zweitgrößte Eisdicke der Welt. Das Schmelzwasser des gesamten Inlandeises Grönlands ließe nicht nur den Wasserstand um 6 bis 7 m steigen und würde durch das Süßwasser den Golfstrom bedrohen, sondern durch den fehlenden Druck des Eises würde sich die Insel um etwa 600 Meter heben. Im Norden Grönlands geht die Eisdecke in die schwimmende Eiskappe des Nordpolarmeeres über, dessen Ausdehnung sich zwischen 1972 und 2012 halbiert hat. Grönlands Norden besteht aus einem riesigen, zum Teil unter dem Meeresspiegel liegenden Becken, das von hohen Bergen gesäumt ist, während der Süden aus einem Hochland mit Fjorden und Buchten gebildet wird.

Das Klima Grönlands ist polar und subpolar und wird an der Westküste durch den Grönlandstrom gemildert, während es ca. 100 km von der Küste entfernt kontinental geprägt ist wie z.B. in Mittelalaska.

Dem Klima entsprechend gibt es auf Grönland über 3000 Moose, Flechten, Pilze und Algen sowie rund 500 höhere Pflanzenarten. Generell ist das Pflanzenwachstum ist sehr niedrig, was sich nach Norden verstärkt. Bäume wachsen nur in besonders geschützten Fjorden im Süden.

Abgesehen von der Landschaft besuchen die meisten Reisenden Grönland wegen der Tierwelt, die sehr artenreich ist. So gibt es ca. 200 Vogelarten von Kolkraben über Möwen bis zu Alpenschneehühnern, von denen 50 sogar das ganze Jahr über zu beobachten sind. Auch zahlreiche Fischarten, z.B. Dorsch oder Lachs, und über 700 Insektenarten sind auf und um Grönland beheimatet. Besonders beliebt sind meist die Säugetiere. So gibt es Kleinsäugetiere wie Hermelin, Lemming, Polarwolf, Polarluchs, Polarhase und natürlich verschiedene Wale, Robben, Moschusochsen und im Norden, im größten Nationalpark der Welt, Eisbären.

Sehr interessant ist auch die Kultur Grönlands, das seit über 4000 Jahren bewohnt wird. Die Vorfahren der heutigen Grönländer entstammen dem Thulevolk aus Nordamerika. Die Handwerkstradition der Grönländer stützt sich auf Materialien der Natur, ihre Mythen wurden über Trommeltänze überliefert und die Naturreligion der Inuit basiert auf "inua", was mit "Kräften" übersetzt werden kann. Museen stellen Trachten, Fang- und Jagdutensilien sowie unterschiedliche Gebrauchsgegenstände aus oder Sie besichtigen die spezifischen Torfhäuser, welche teilweise bis Mitte der 1960er als Winterbehausung genutzt wurden und erfahren etwas über das Überleben unter schwierigen Bedingungen.

Grönland ist also nicht nur eine riesige Eiswüste, sondern eine Reise wert.

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