Hafenmuseum Hamburg – neues Schmuckstück Viermastbark Peking

am Fr 30 Okt 2020 von Rivers2OceansRedaktion

Vor 109 Jahren bei der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss gebaut, vor 88 Jahren zum letzten Mal aus Hamburg ausgelaufen, kehrt die Viermastbark Peking 2020 für das Hafenmuseum Hamburg in ihren damaligen Heimathafen zurück.

Auf dem letzten und denkmalgeschützten Kaiensemble der Kaiserzeit im ehemaligen Freihafen befindet sich das Hafenmuseum Hamburg. So präsentiert die Außenstelle des Museums der Arbeit umfangreiche, ab 1986 zusammengetragene maritime Sammlungsstücke aus den Bereichen Güterumschlag, Schifffahrt, Schiffbau und Meerestechnik seit 1999 in passender Umgebung im Hansahafen im Kaischuppen 50a. Hinzu kommen riesige Kräne, historische Güterwagen und Wasserfahrzeuge, ein kohlebefeuerter Schwimmdampfkran und der Stückgutfrachter MS Bleichen. Besonders lohnt sich ein Besuch am Wochenende, wenn die Hafentechnik vorgeführt wird und zum Beispiel Container verladen werden. Das jetzt schon schöne Hafenmuseum Hamburg wird bis 2025 zum Deutschen Hafenmuseum als neues Haus der Historischen Museen Hamburg ausgebaut. Während das Hafenmuseum Hamburg wie bisher eine bedeutende Periode der Hafengeschichte zeigt, soll der Neubau die Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Hafens in einem größeren Zusammenhang darstellen.

Schon jetzt ist eines der zukünftigen Schmuckstücke des Deutschen Hafenmuseums zumindest von außen zu betrachten: die Viermastbark Peking. Die Peking lief am 25 Februar 1911 Hamburger Reederei F. Laeisz bei Blohm+Voss vom Stapel und wurde zusammen mit acht Schwesternschiffen hauptsächlich im Salpeter-Handel mit Südamerika eingesetzt. Der 115 Meter lange Frachtsegler umrundete 34 Mal das legendäre Kap Hoorn, bis er 1932 zu einem Internatsschiff umgebaut wurde. Das South Street Seaport Museum in New York kaufte die Peking 1974 als Museumsschiff und verkaufte sie 2015 an die Stiftung Hamburg Maritim. An Bord des Schwergut-Dockschiffes Combi Dock III wurde die Peking dann 2017 in 11 Tagen zur Peters Werft in Wewelsfleth an der Elbmündung der Stör gebracht, wo sie aufwändig restauriert wurde. Am 8. September kehrte nun einer der letzten vier noch erhaltenen legendären Flying P-Liner – so nannten Seeleute in der Zeit der Windjammer die für ihre Geschwindigkeit und ihre Sicherheit berühmten Segelschiffe der Hamburger Reederei F. Laeisz – an ihren Geburtsort zurück. Begleitet wurde sie von zahlreichen Traditionsschiffen und Sportbooten, begrüßt viel Applaus und einem Fontänensalut eines Feuerlöschbootes.

Zurzeit ist die Peking nur von der Kaikante des Hafenmuseums aus zu sehen, da an Bord und am Liegeplatz noch einige Arbeiten durchgeführt werden müssen. Ab Sommer 2021 soll die Peking dann zu besichtigen sein.

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